ATU-Werkstätten senden Reparatur live aufs Handy

Die Autowerkstattkette ATU will ihr Image aufbessern uns hat dazu eine in Deutschland bislang unbekannte Transparenz-Initiative gestartet. Während der Wagen in der Werkstatt bearbeitet wird, können die Kunden "alle Schritte via Smartphone verfolgen, inklusive Vorschläge für die Reparatur", sagte Geschäftsführer Jörn Werner der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Der neue Mutterkonzern von ATU, die französische Mobivia, praktiziert dies bereits in ihren Werkstätten.

ATU reagiert damit auf Beschwerden von Kunden, die sich abgezockt fühlen, weil die Reparatur am Ende viel teuer kommt als zunächst versprochen. "Alle Verbrauchertests zeigen: Bei uns gehört das zur Vergangenheit!", sagte Werner der Zeitung. "Das Wichtigste ist es, den Kunden dauerhaft zu binden: Was hilft es da, ihn einmal über den Tisch zu ziehen?", fügte er hinzu.

Werner attackierte zudem die Autohersteller und warf ihnen Lügen vor, wenn sie Kunden freier Werkstätten die Garantie in Abrede stellten: "Unser Stempel im Serviceheft ist genauso viel wert, wie der einer Markenwerkstatt. Es ist höchstrichterlich längst entschieden, dass unser Service gleichwertig ist", sagte er.