Attentat in Hamburg: Islamistischer Täter als „nicht unmittelbar gefährlich“ eingestuft

Bei dem Anschlag in einem Supermarkt gab es einen Toten und sieben Verletzte.

Der Hamburger SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs wollte sich zu den Konsequenzen am Sonntag erstmal nicht äußern. Priorität habe zunächst, sich um die Opfer und ihre Angehörigen zu kümmern, sagte er dieser Zeitung. Im Übrigen habe der Angriff in einem Supermarkt im Stadtteil Barmbek gezeigt: „Es kann jeden treffen.“

Ein Toter, sieben Verletzte

Der 26-jährige Palästinenser Ahmad A., der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren wurde, hatte am Freitagnachmittag in einem Supermarkt unvermittelt auf umstehende Menschen eingestochen. Laut Polizei nahm er erst im Supermarkt ein Messer und riss es aus der Verpackung. Augenzeugen, darunter überwiegend Migranten, stellten sich dem Mann in den Weg, bevor die Polizei ihn überwältigen konnte. Ein 50-Jähriger kam bei dem Anschlag ums Leben. Sieben Menschen wurden verletzt, sind aber außer Lebensgefahr.

Die Frage, die sich in diesem wie auch in vergleichbaren Fällen stellt, lautet: Hätte die Tat verhindert werden können? Eindeutige Antworten gibt es darauf bisher nicht.

Täter: psychisch labil und als Islamist bekannt

Der Täter – so viel ist gewiss – war den Behörden als Islamist bekannt, wurde aber als nicht unmittelbar gefährlich eingestuft. Das verbindet ihn mit Anis Amri, dem Tunesier, der am 19. Dezember am Berliner Breitscheidplatz zwölf Menschen tötete. 

Anders als im Fall Amri scheint es diesmal jedoch keine Hintermänner zu geben. Zudem galt der Hamburger Attentäter als psychisch labil. Bekannt ist ebenso, dass er keinen Widerstand leistete bei dem staatlichen Bemühen, ihn loszuwerden.

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