Attacken gegen Jackson, Trump und Co.: Quincy Jones holt zum Rundumschlag aus

Jones gehörte zu Michael Jacksons wichtigsten Weggefährten. (Bild: AP Photo)

So ein Interview liest man nicht alle Tage. Musiklegende Quincy Jones hat in einem Gespräch über alles und jeden hergezogen. So ist laut ihm etwa Michael Jackson ein notorischer Song-Dieb sein und Donald Trump „geistig beschränkt“. Außerdem ist sich Jones sicher, wer John F. Kennedy ermordet hat.

„Ich habe nichts zu befürchten“, meinte der 27-fache Grammy-Gewinner Quincy Jones im Gespräch mit „Vulture“. Was dann folgte, wurde von dem Onlinemagazin selbst als „ungeheuerlich“ beschrieben. Zunächst ging es Michael Jackson an den Kragen. „Er hat viele Lieder gestohlen“, sagte der langjährige Produzent des 2009 gestorbenen „King of Pop“. Jones führte als Beispiel Donna Summers „State of Independence“ und Jacksons Hit „Billie Jean“ an. „Die Noten lügen nicht. Er war skrupellos.“ Zu den zahlreichen Schönheitsoperationen des Sängers sagte Jones, Jackson habe die Eingriffe mit seiner Krankheit gerechtfertigt – „Blödsinn“ sei das.

Quincy Jones plaudert aus dem Nähkästchen. (Bild: AP Photo)

„Gibt es etwas, was Sie lieber nicht wüssten?“, fragte der Interviewer. Jones’ Antwort: „Wer Kennedy getötet hat.“ Seiner Ansicht nach steckte der Gangster Sam Giancana aus Chicago hinter dem Attentat auf den US-Präsidenten. Dessen Vater Joe habe über Frank Sinatra Kontakt mit dem Mafioso aufgenommen, um für seinen Sohn Wahlstimmen zu organisieren. „Wir sollten darüber nicht in der Öffentlichkeit sprechen“, erklärte Jones das Thema für beendet – und holte zum Rundumschlag (mit gelegentlichem Lob) aus. Das sagte er über:

US-Präsident Donald Trump:
„Er ist ein durchgeknallter Kerl. Geistig beschränkt – größenwahnsinnig, narzisstisch. Ich kann ihn nicht ausstehen. Ich bin übrigens mit [Trumps Tochter] Ivanka ausgegangen.“

Ivanka Trump:
Vor zwölf Jahren soll die heutige Präsidententochter Jones um ein Abendessen mit ihr gebeten haben. „Ich sagte: ‚Kein Problem. Sie ist eine schöne Frau.’ Sie hatte die schönsten Beine, die ich je gesehen habe. Allerdings den falschen Vater.“

The Beatles:
Jones’ erster Eindruck der Band: „Dass sie die schlechtesten Musiker der Welt sind … Paul [McCartney] war der schlimmste Bassist, den ich je habe spielen hören. Und Ringo? Lassen wir das lieber.“

Steven Spielberg:
„Spielberg und ich sind immer noch enge Freunde. Er ist ein toller Typ.“ Jones hatte mit dem Regisseur bei der Romanverfilmung „Die Farbe Lila“ (1985) zusammengearbeitet. Talkshow-Größe Oprah Winfrey wurde für ihre Rolle für einen Oscar nominiert.

Oprah Winfrey:
„Sie sollte nicht [für das US-Präsidentenamt] kandidieren. Ihr fehlen die nötigen Fähigkeiten.“

Marlon Brando:
„Er hat es mit allen und allem getrieben. Allem! Er hätte Sex mit einem Briefkasten gehabt. James Baldwin. Richard Pryor. Marvin Gaye.“ Der Interviewer musste nachhaken: „Er hat mit denen geschlafen? Woher wissen Sie das?“ Er erntete ein Stirnrunzeln. „Ihm war alles egal!“, erwiderte Jones.

Die USA:
„So schlimm war es noch nie“, meinte Jones zum Stand der sozialen Gerechtigkeit in den Vereinigten Staaten. Auch in seiner Branche hätten Frauen viel erleiden müssen. Der Musikproduzent ist aber hoffnungsvoll. „Feminismus: Frauen sagen, dass sie es nicht mehr hinnehmen. Rassismus: Leute bekämpfen ihn.“

Irland:
„Wenn ich in Dublin bin, muss ich in Bonos Schloss übernachten, weil Irland so rassistisch ist.“

U2:
„Machen U2 noch gute Musik?“, fragte der Interviewer. Jones schüttelte den Kopf. Bono sei aber wie ein Bruder für ihn und tue überall auf der Welt Gutes.

Jimi Hendrix:
„Er sollte auf meinem Album spielen und er hat gekniffen.“ Laut Jones hatte der legendäre Gitarrist Angst, sich mit Jazzgrößen wie Herbie Hancock und Toots Thielemans zu messen.

Harvey Weinstein:
„Er ist ein ätzendes Arschloch. Hat sich auf keinen meiner fünf Anrufe gemeldet. Ein Tyrann.“

Jones’ Lieblingsmusiker:
Die Musiker Bruno Mars, Chance the Rapper, Kendrick Lamar, Ed Sheeran, Sam Smith sowie Produzent Mark Ronson und Filmkomponist Alexandre Desplat erhielten von Jones ein dickes Lob.

Quincy Jones über sich selbst:
„Was war Ihre größte musikalische Innovation?“, fragte der Interviewer. Jones erwiderte: „Alles, was ich je getan habe.“

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