Struff nach Kraftakt im Halbfinale

SID
·Lesedauer: 2 Min.
Struff nach Kraftakt im Halbfinale
Struff nach Kraftakt im Halbfinale

Jan-Lennard Struff darf beim ATP-Turnier in München nach einem Kraftakt weiter vom ersten Titel seiner Karriere träumen. Der 31 Jahre alte Warsteiner besiegte den Serben Filip Krajinovic in dessen erstem Match mit 6:4, 4:6, 7:6 (7:3) und steht damit erstmals seit knapp zwei Jahren zumindest wieder in einem Halbfinale.

Um den Einzug ins erste Endspiel seiner Karriere kämpft Struff am Samstag in München gegen den topgesetzten Alexander Zverev oder den Qualifikanten Ilja Iwaschka (Belarus). Struff hatte vor dem Viertelfinale betont, dass er endlich und "unbedingt meinen ersten Turniersieg" haben wolle, "egal wo".

Im Duell gegen den an Nummer vier gesetzten Krajinovic kam Struff nur bedingt entgegen, dass dieser nach einem Freilos in Runde eins und dem verletzungsbedingten Rückzug seines Gegners Yannick Hanfmann im Achtelfinale ohne Spielpraxis in München war. Erst nach genau drei Stunden brachte in einer Partie der vergeben Chancen der dritte Matchball die Entscheidung - Krajinovic servierte einen Doppelfehler. Die ersten beiden Matchbälle hatte die deutsche Nummer zwei vor dem Tiebreak vergeben.

Struff lässt einige Chancen liegen

Für Struff hatte es zunächst gut ausgesehen. Den ersten Satz gewann er im zehnten Spiel nach einem Rückstand von 0:40 und mit einem Break. Danach aber verlor er den Faden, vor allem sein erster Aufschlag kam nicht mal zu 50 Prozent. Der 44. der Weltrangliste musste zwei Breaks hinnehmen und konnte trotz einer Chance zum 4:4 und zwei weiteren zum 5:5 im hart umkämpften zehnten Spiel nur eines wieder ausgleichen.

Nach insgesamt vier Breaks zu Beginn des dritten Satzes vergab Struff gegen seinen auf Platz 36 der Weltrangliste geführten Gegner weitere Chancen, unter anderem nach dem Break zum 5:3 und bei zwei Matchbällen zum 5:4. Erst im Tiebreak schlug er dann entscheidend zu. In München steht er nun zum vierten Mal seit 2014 im Halbfinale, 2017 und 2018 hatte ihm Zverev den Weg ins Endspiel verwehrt.