„Mein Atomknopf ist mächtiger als der von Kim – und meiner funktioniert“

Nordkorea könnte laut US-Informationen einen neuen Raketentest vorbereiten. Anlass für die USA, eine Warnung in Richtung des Regimes auszusprechen. Trump droht Machthaber Kim derweil mit seinem Atomwaffenknopf.


Die USA drohen Nordkorea im Falle eines weiteren Raketentests mit Konsequenzen. „Wir hören Berichte, dass Nordkorea sich womöglich auf einen weiteren Raketentest vorbereitet“, sagte UN-Botschafterin Nikki Haley am Dienstag in New York. „Ich hoffe, dass das nicht passiert. Aber wenn doch, dann müssen wir noch schärfere Maßnahmen gegen das nordkoreanische Regime zum Tragen bringen.“ Details zu den potenziellen Tests oder Maßnahmen nannte Haley nicht.

Am Abend schickte US-Präsident Donald Trump weitere Drohungen gen Pjöngjang. Auf Twitter schrieb er, auch er habe einen Atomwaffenknopf auf seinem Schreibtisch, der deutlich größer und schlagkräftiger sei als der von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Und seiner funktioniere. Damit reagierte Trump auf eine Aussage von Kim am Montag, wonach dieser immer einen Atomwaffenknopf auf seinem Büroschreibtisch habe.


Zuvor hatte Südkorea ein überraschendes Gesprächsangebot Kims angenommen. „Ich betone, die Regierung ist zu Gesprächen mit Nordkorea zu jeder Zeit, an jedem Ort und in jeglicher Form bereit“, erklärte der südkoreanische Vereinigungsminister Cho Myong Gyon.

Die Schutzmacht Südkoreas, die USA, reagierte zurückhaltend. „Der Raketenmann will nun zum ersten Mal mit Südkorea reden“, twitterte Trump in Anspielung auf Kim und international geächtete Raketentests von Nordkorea. „Vielleicht sind das gute Nachrichten, vielleicht nicht – wir werden sehen.“

Haley sagte, Nordkorea könne sprechen mit wem es wolle. Die USA würden Gespräche aber nur ernst nehmen, wenn Nordkorea auch einem Verbot seiner Atomwaffen zustimme.