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Australien, Großbritannien und USA bilden Dreierbündnis im U-Boot-Bau - China ist verärgert

Australien, Großbritannien und die Vereinigten Staaten machen beim U-Boot-Bau gemeinsame Sache und wollen auf diese China im Pazifik und im Indischen Ozean die Stirn bieten. Australien kauft mehrere atomar betriebene Unterseeboote aus den USA, gemeinsam wollen die drei Länder ebenfalls die Entwicklung eines neuen Modells vorantreiben.

China: Frieden und Beständigkeit nehmen Schaden

Aus China gab es deutliche Kritik an der unter die Abkürzung AUKUS gestellte Einigung. Frieden und Beständigkeit würden dadurch Schaden nehmen, ließ Peking verlauten.

„Diese U-Boote sind atomar betrieben und nicht mit Atomwaffen ausgestattet. Sie werden atomar betrieben und verfügen nicht über Atomwaffen. Australien ist ein stolzer Staat ohne Atomwaffen, und wird das auch bleiben“, betonte US-Präsident Joe Biden.

Der britische Premierminister Rishi Sunak sagte: „Zum ersten Mal werden U-Boot-drei Flotten sowohl im Atlantik als auch im Pazifik zusammenarbeiten, damit unsere Meere auch in den kommenden Jahrzehnten frei, zugänglich und reich bleiben.“

Und sein australischer Amtskollege Anthony Albanese erläuterte: „Der Umfang, die Vielschichtigkeit und wirtschaftliche Bedeutung dieser Investition ist vergleichbar mit der Entstehung der australischen Automobilindustrie in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.“

Australien bringt 230 Milliarden Euro auf

Bisher verfügt Australien nicht über U-Boote mit Atomantrieb und wird nach Großbritannien der weltweit zweite Staat, der entsprechende Kriegstechnik aus US-Fertigung erhält. Dafür bringt Australien in einem Zeitraum von 30 Jahren umgerechnet rund 230 Milliarden Euro auf. Dabei handelt es sich um den größten Geldeinsatz zu Verteidigungszwecken in der Geschichte des Landes.

Vorgesehen ist außerdem, dass ab 2027 mehrere U-Boote der Vereinigten Staaten und Großbritanniens vor der Westküste Australiens ankern.