Athletenvertreter Koch sorgt sich um Glaubwürdigkeit des deutschen Sports

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Athletenvertreter Koch sorgt sich um Glaubwürdigkeit des deutschen Sports
Athletenvertreter Koch sorgt sich um Glaubwürdigkeit des deutschen Sports

Nach Kritik von Politik, Fachverbänden und Landessportbünden hat auch Athletenvertreter Jonathan Koch die Entscheidung des DOSB moniert, in der Briefaffäre um Präsident Alfons Hörmann nicht der Entscheidung der Ethikkommission gefolgt zu sein. Koch, selbst Mitglied des Präsidiums, hatte gegen den Beschluss gestimmt, statt wie von den Ethikern angeraten im Dezember Neuwahlen abzuhalten nun im September eine Vertrauensabstimmung durchzuführen.

"Der nun beschlossene Weg unterläuft nach meiner Ansicht die Empfehlung der Ethikkommission und ignoriert deren Begründung", teilte Koch per Twitter mit, "Neuwahlen im Dezember 2021 könnten ohne weitere Abstimmungsschleifen per sofortigem oder terminierten Rücktritt des Präsidiums beschlossen und umgesetzt werden. Eine nicht genau definierte, ungeregelte und vorgezogene Vertrauensabstimmung wirft dagegen erhebliche Fragen auf."

Er sei nun "in großer Sorge um den Schaden an der Glaubwürdigkeit und um die Funktionsfähigkeit der gesamten Führungs- sowie der Kontrollstruktur des Dachverbandes des deutschen Sports", so Koch. Durch seine Gegenstimme sei der Eindruck entstanden, er sei gegen eine Vertrauensfrage an sich. "Das ist nicht richtig und ich stelle es hiermit richtig", schrieb Koch.