Astrazeneca: Schock überwunden – jetzt einsteigen?

Michel Doepke
1 / 2
Dividenden-Liebling Novartis mit News-Feuerwerk

Ende Juli hat Astrazeneca die Katze aus dem Sack gelassen und die Daten der wichtigen MYSTIC-Studie veröffentlicht. Dabei sorgte der Konzern für Ernüchterung, die Aktie sackte um rund 15 Prozent ab. Zudem schwebte ein möglicher Abgang von Astrazeneca-CEO Pascal Soriot wie ein Damoklesschwert über der Konzernzentrale in Cambridge. Gestern konnte der Pharma-Gigant endlich wieder mit einer starken Meldung auf sich aufmerksam machen.

Beim Asthma-Mittel Tezepelumab veröffentlichte Astrazeneca zusammen mit dem Partner Amgen positive Phase-2-Daten. Publiziert wurden die Ergebnisse in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine – ungewöhnlich in einer frühen Phase der Entwicklung, meint Barclays. Unverändert lautet das Votum der Bank "Overweight" mit einem Zielkurs von 5.500 Britische Pence. Noch optimistischer für Astrazeneca bleibt die Citigroup. Experte Andre Baum rät weiter zum Kauf und traut der Astrazeneca-Aktie trotz der gefloppten MYSTIC-Studie Kurse von 6.000 Pence zu. Zwar habe die Lungenkrebsstudie die Erwartungen verfehlt. Dennoch werden die Umsatz- und Gewinnbeiträge der Krebsmittel Tagrisso, Imfinzi und Lynparza unterschätzt, so Baum.

Chartbild hellt sich auf

Dank der Studiendaten zum Asthma-Mittel konnte die Astrazeneca-Aktie im vier Prozent zulegen und eine Bodenbildung abschließen. Neueinsteiger warten trotz der charttechnischen Entspannung den Sprung über die 200-Tage-Linie ab. Unverändert überzeugt der britisch-schwedische Pharma-Konzern mit einer Dividendenrendite von derzeit 4,6 Prozent.