In Asien zeigt sich ein bedenklicher Trend am Arbeitsplatz, der bald auch nach Deutschland kommen könnte

Christoph Damm
Mitarbeiterin in einer Fabrik in Asien

Immer wieder wird die Arbeitsmoral in vielen ostasiatischen Ländern lobend hervorgehoben. Die Mitarbeiter gelten als außerordentlich produktiv, benötigen kaum Schlaf und wenige Pausen. Es geht sogar noch weiter: Wer etwa in Japan am Arbeitsplatz schläft, der gilt als besonders produktiv. Manche Mitarbeiter stellen sich sogar schlafend, um diesen Eindruck zu erwecken.

Doch diese Einstellung hat auch eine Kehrseite der Medaille, wie die Umfrage von AIA „Vitality Healthiest Workplace“ zeigt. Demnach liegen die Fehltage wegen Krankheit einerseits und der Präsentismus andererseits in Asien besonders hoch. Als Präsentismus wird das Erscheinen von Arbeitnehmern an ihrem Arbeitsplatz beschrieben, die krank oder angeschlagen sind und daher nicht produktiv arbeiten können.

Hong Kongs Angestellte haben die meisten „verlorenen“ Arbeitstage

Laut der Umfrage haben nach diesen Kriterien die Arbeitnehmer in Hong Kong im Schnitt fast 71 verlorene Arbeitstage jährlich, also Tage, an denen sie krank gemeldet sind oder krank am Arbeitsplatz erscheinen. Das sind zwei bis drei Monate, schließt man die Wochenenden aus. In Malaysia sind es nahezu 66, in Singapur 54 und in Australien 45 Tage. Verglichen haben die Autoren der Studie die Zahl mit den britischen Arbeitnehmern, wo es 30 Fehltage pro Jahr sind. 

Tabelle Präsentismus und Abwesenheit

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