Art Basel 2021: "Der persönliche Kontakt ist schon etwas ganz anderes"

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Die Art Basel, auch als Mutter aller Kunstmessen bekannt, öffnet nach einjähriger coronabedingter Unterbrechung wieder ihr Türen für Besucher. Nach zwei VIP-Tagen ist nun auch die breite Öffentlichkeit willkommen.

270 Galerien aus 33 Ländern zeigen ihre Schätze, also fast genauso viele wie vor Coronazeiten. Der Kunstmarkt ist eindeutig auf Erholungskurs.

Die Preise sind sehr stark geblieben

"Wenn große Kunst auf dem Markt ist, gibt es auch eine große Nachfrage", erklärt der Experte von Sotheby's. "In den letzten anderthalb Jahren haben wir zu verschiedenen Zeitpunkten ein mangelndes Angebot erlebt, weil Sammler unsicher waren, ob sie ihre Werke auf einer Auktion oder über eine Galerie auf den Markt bringen sollten.

Aber ich denke, dass der Markt stark geblieben ist, die Preise sind sehr stark geblieben und wir haben sogar gesehen, dass die Preise wegen des mangelnden Angebots gestiegen sind."

Viele Verkäufe per E-Mail

Das Portemonnaie sitzt nach der Krise locker. Eine vor wenigen Wochen veröffentlichte Studie der Kunstmesse und der Schweizer Bank UBS ergab, dass die durchschnittlichen Ausgaben vermögender Sammler im Jahr 2020 um 10 Prozent gestiegen sind. Im ersten Halbjahr 2021 war ein weiterer Anstieg um 42 Prozent zu verzeichnen.

Galeristen wie Almine Rech freuen sich auf das Wiedersehen mit den Kunstliebhabern. "Die Leute haben während der Pandemie gekauft. Sie haben Kunst gekauft, weil Kunst eine Leidenschaft ist, also haben sie gekauft. Aber vielleicht jetzt hier vor den Werken zu stehen, zum ersten Mal nach zwei Jahren, nachdem viele Verkäufe per E-Mail getätigt wurden, ist der persönliche Kontakt schon etwas ganz anderes."

Bis einschließlich Sonntag darf geschaut und gestöbert werden. Stars der internationalen Szene sind dabei, aber auch Arbeiten junger Talente und Klassiker der Moderne, von denen in Basel noch so viele zu finden sind wie sonst wohl auf keiner anderen Messe.

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