Nachwuchs-Chefs: Darum ist Arp bei Bayern gescheitert

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Nachwuchs-Chefs: Darum ist Arp bei Bayern gescheitert
Nachwuchs-Chefs: Darum ist Arp bei Bayern gescheitert
Nachwuchs-Chefs: Darum ist Arp bei Bayern gescheitert

Es läuft persönlich wieder bei Fiete Arp.

Im Dress von Holstein Kiel kommt der Hochveranlagte in der 2. Fußball-Bundesliga - anders als in der Vergangenheit beim FC Bayern - wieder richtig gut zum Zug.

Erst kürzlich erzielte der 21-Jährige beim 3:0 gegen Erzgebirge Aue nach einem furiosen Solo ein Traumtor - zwei Treffer stehen nach den ersten sechs Punktspielen bei den Störchen zu Buche.

Arps aufstrebende Entwicklung wird auch beim Rekordmeister mit Wohlwollen und Erleichterung aufgenommen.

Während einer Medienrunde erklärte dazu nun Holger Seitz, Sportlicher Leiter des Bayern-Campus: „Ich denke, dass Kiel sehr gut zu ihm passt. Da hat er ein ruhiges Umfeld. Er hat in der Liga ja auch gerade ein Tor gemacht. Ich drücke ihm die Daumen, dass sich diese positive Tendenz fortsetzt.“ (Bundesliga: Die Tabelle)

FC Bayern: Arp startet in Kiel durch

„Fiete ist ein überragender junger Mensch, der sehr früh in den medialen Fokus geraten ist. Ich glaube, dass diese Erwartungshaltung, die mit seinem Wechsel zu Bayern verbunden wurde, zu viel war“, fügte Seitz an.

Arp, bereits in ganz jungen Jahren als große deutsche Sturmhoffnung gehandelt, war 2019 vom Hamburger SV nach München gewechselt.

Bei den Bayern-Profis kam der Offensivmann aber nur zu einem Kurzeinsatz im DFB-Pokal, bei den FCB-Amateuren blieb trotz elf Treffern in 42 Spielen der große Durchbruch ebenso aus.

Am Ende galt Arp als vorerst gescheitert.

„Fiete ist ein hochtalentierter Spieler“, sagte Jochen Sauer, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Bayern, „aber er ist damals aus einem instabilen Umfeld von Hamburg nach München gekommen. Der Verein war schon etwas malade, hatte Zweitliga-Niveau.“

Schritt für Arp zum FC Bayern zu groß

Sauer weiter: „Außerdem lief es zu diesem Zeitpunkt auch für Fiete nicht gerade gut. Der Schritt zu Bayern war zu groß - vor allem mit der Erwartungshaltung, dass er jetzt bei den Profis immer spielt und Robert Lewandowski richtig Beine machen muss.“ (Bundesliga: Alle Spiele und Ergebnisse)

Ein Übriges taten mehrere Verletzungs- und Zwangspausen. „Wenn man dann auch noch keine Spielpraxis bekommt, verliert man den Rhythmus und entwickelt sich nicht weiter“, meinte Sauer. „Deswegen ist es gut, dass er in Kiel den Reset-Knopf drücken kann. Es geht darum, sich jetzt aus dem Loch herauszuarbeiten in einem ruhigen Umfeld.“

Arp, 2017 mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold (U17-Kategorie) ausgezeichnet, scheint dabei auf einem recht guten Weg...

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