"Armistice" in Frankreich: Gedenken an den Waffenstillstand des Ersten Weltkrieges

Zum 99. Mal gedenkt Frankreich des Endes des Ersten Weltkrieges. Staatspräsident Emmanuel Macron legte am Grabmal des Unbekannten Soldaten unter dem Pariser Triumphbogen, wo eine ewige Flamme brennt, einen Kranz nieder.

Am Tag des Waffenstillstands von 1918, auch “Armistice” genannt, wird in Frankreich an die rund 1,4 Millionen französische Soldaten erinnert, die im Ersten Weltkrieg ums Leben gekommen sind.

Für Macron war es die erste Zeremonie vom 11. November als französischer Präsident. Anwesend waren auch seine Vorgänger Nicolas Sarkozy und François Hollande.

À jamais reconnaissants. #11Novembre pic.twitter.com/dcWStEDcxx— Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) 11 novembre 2017

Als Teil des Militärbündnisses mit dem Vereinigten Königreich und Russland hatte Frankreich im Krieg gegen das Deutsche Reich und seine Verbündeten große Verluste erlitten. Der 11. November ist im Land einer der wichtigsten und emotionalsten Feiertage. Noch heute erinnern in fast jeder französischen Gemeinde mehr als 35.000 Denkmäler an die Gefallenen der “Grande Guerre”.

Insgesamt starben im Ersten Weltkrieg zwischen 1914 und 1918 rund 17 Millionen Menschen, darunter etwa 10 Millionen Soldaten. Der letzte Veteran starb 2011.

Am Freitag hatten Macron und sein deutscher Amtskollege Frank-Walter Steinmeier zusammen das erste deutsch-französische Museum zum Ersten Weltkrieg eingeweiht. Es befindet sich unweit eines Gipfels in den Vogesen, dem Hartmannsweilerkopf.

Die Zeremonie und das neue Museum im Elsass soll die Versöhnung der beiden EU-Kernländer symbolisieren. Macron plädierte für eine “gemeinsame Lektüre der deutsch-französischen Geschichte”, als “Basis der gemeinsamen Zukunft”.

Plus jamais la guerre! Nie wieder Krieg. Für Frieden & Versöhnung im vereinten #Europa! Einweihung der Museums- & Gedenkstätte #Hartmannsweilerkopf mit Bundespräsident & Präsident EmmanuelMacron. Hier starben im 1. Weltkrieg 30.000 Soldaten einen sinnlosen Tod??????? pic.twitter.com/RbAeP4wIE2— Michael Roth MdB (MiRo_SPD) 10 novembre 2017