Militärmaschine mit zahlreichen Menschen an Bord in Algerien abgestürzt

Eine Iljuschin II-75 auf einem Moskauer Flugplatz

Ein algerisches Transportflugzeug mit rund hundert Soldaten an Bord ist nach Angaben aus Militärkreisen in Algerien abgestürzt. Wie die amtliche Nachrichtenagentur APS meldete, ereignete sich das Unglück am Mittwoch kurz nach dem Start von einem Luftwaffenstützpunkt nahe der Hauptstadt Algier. Demnach handelte es sich bei der Maschine um eine Iljuschin IL-76. Eine genaue Zahl der Opfer war zunächst nicht bekannt.

Auf TV-Bildern vom Absturzort nahe dem Luftwaffenstützpunkt Boufarik war ein in Flammen stehendes Flugzeugwrack zu sehen. Boufarik ist rund 30 Kilometer von Algier entfernt. Ein AFP-Fotograf vor Ort berichtete, dass das Flugzeug auf ein Feld in unmittelbarer Nachbarschaft zu der Basis abstürzte. Hunderte Krankenwagen und dutzende Feuerwehrfahrzeuge waren im Einsatz.

Bei dem Flugzeugtyp handelt es sich um eine viermotorige Maschine aus sowjetischer, später russischer Produktion. Laut Herstellerangaben können diese Flugzeuge je nach ziviler oder militärischer Version zwischen 126 und 225 Passagiere transportieren.

Im Februar 2014 waren 77 Menschen beim Absturz einer Militärmaschine in Algerien gestorben. Nur einer der 74 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder an Bord der Maschine vom Typ Hercules C-130 überlebte das Unglück bei Constantine in der Region Oum El Bouaghi.