Argentinische Bauern protestieren gegen Exportstopp für Rindfleisch

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BUENOS AIRES (dpa-AFX) - Die argentinischen Landwirte wollen mit einem totalen Verkaufsstopp gegen das von der Regierung verhängte Exportverbot für Rindfleisch protestieren. Vom 20. bis 28. Mai soll überhaupt kein Rindfleisch mehr verkauft werden, kündigte der Agrarverband CRA am Dienstag an. Zuvor hatte die Regierung von Präsident Alberto Fernández angekündigt, die Ausfuhr von Rindfleisch für einen Monat zu verbieten. Dadurch soll das Angebot im Inland steigen und der Fleischpreis sinken.

Rindfleisch besitzt in Argentinien einen hohen Stellenwert. Zwar sank der Pro-Kopf-Konsum in den vergangenen Jahren deutlich. Mit rund 50 Kilo pro Person im Jahr gehören die Argentinier aber noch immer zu den größten Rindfleischessern der Welt. Zum Vergleich: In Deutschland lag der Pro-Kopf-Verbrauch zuletzt bei knapp zehn Kilo.

Rindfleisch macht etwa fünf Prozent der gesamten Exporte Argentiniens aus. Im März verkauften die argentinischen Bauern Rindfleisch im Wert von rund 225 Millionen US-Dollar ins Ausland. Hauptabnehmer sind China, Israel, Chile und Deutschland.

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