Argentinier fordern Legalisierung von Marihuana

Tausende Argentinier sind in Buenos Aires für eine Legalisierung von Cannabis aus Eigenanbau und für den persönlichen Gebrauch auf die Straße gegangen.

Federico Riveiro ist ein Befürworter der Legalisierung, er sagt: "Kein Gefängnis mehr für das Anbauen von Marihuana, keine Hausdurchsuchungen mehr, kein Eintreten von Türen und kein Wegnehmen unserer Pflanzen - der Medizin für unsere Kinder. Nichts mehr von alledem."

Bereits 2017 hatte das argentinische Parlament ein Gesetz zur Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken verabschiedet, an der Umsetzung hapert es noch. Auch in Peru wurde ein ähnliches Gesetz verabschiedet. Doch trotz Versprechungen seitens der Regierung sind Einzelheiten noch ausgearbeitet.

Ana Álvarez ist Präsidentin der gemeinnützigen Organisation "Buscando esperanza" (auf deutsch: "Auf der Suche nach Hoffnung"), sie sagt, warum sie demonstriert: "Marihuana für medizinische Zwecke ist in unserem Land legal, es ist als Medikament anerkannt. Wir haben das in sehr kurzer Zeit erreicht, in nur sieben Monaten wurde das Gesetz auf die Beine gestellt. Jetzt warten wir nur noch auf die Einzelheiten."

Neben Peru ist auch in Chile und Kolumbien die Nutzung von Marihuana für medizinische Behandlungen erlaubt. In Uruguay ist der Anbau und Verkauf von Cannabis inzwischen komplett legal .