Argentiniens Fußballidol Maradona erneut im Krankenhaus

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Maradonas Leibarzt Luque informiert die Medien
Maradonas Leibarzt Luque informiert die Medien

Kurz nach seinem 60. Geburtstag ist Argentiniens Fußballidol Diego Maradona ins Krankenhaus gekommen. Maradona wurde in der Nacht zum Dienstag zu einer Reihe von Untersuchungen in die Privatklinik von La Plata gebracht, wie sein Arzt Leopoldo Luque mitteilte. Es sei jedoch "nichts Schlimmes" und habe auch nichts mit der gegenwärtigen Corona-Pandemie zu tun.  

"Diego geht es gut, aber es könnte ihm noch besser gehen", sagte Luque. Er habe seinem berühmten Patienten einen Klinikaufenthalt nahegelegt, weil dieser "in einem Zustand" gewesen sei, der ihm nicht zugesagt habe, fügte der Arzt hinzu. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes wird demnach davon abhängen, welches Ergebnis die Untersuchungen bringen. Weitere Details wollte er nicht nennen.

Maradona hatte sich vor einer Woche wegen eines Corona-Verdachtfalls in seiner Umgebung in Quarantäne begeben. Nachdem sich der Verdacht jedoch nicht erhärtete, bestand er darauf, an seinem Geburtstag am Freitag am Training des Erstligisten Gimnasia y Esgrima La Plata teilzunehmen, dessen Trainer er ist. 

Offenkundig war er jedoch nicht in Form. Er konnte kaum laufen und verließ das Spielfeld nach wenigen Minuten wieder. Seine Tochter Gianninna Maradona erklärte später auf Twitter: "Es bricht mir das Herz, ihn so zu sehen."

Maradona leidet seit vielen Jahren, nicht zuletzt auch wegen seiner Drogensucht, unter schweren gesundheitlichen Problemen. Im Jahr 2000 ließ er sich nach schweren Herzproblemen in Kuba behandeln. 2004 musste er mit lebensbedrohlichen Herz- und Lungenproblemen in Argentinien behandelt werden, 2007 kam er aufgrund seiner Alkoholexzesse erneut ins Krankenhaus. Und im vergangenen Jahr musste ihm eine Knieprothese eingesetzt werden.

ao/ans