ARD-„Wahlarena“: Die Frage eines 18-jährigen Mädchens rührte Merkel

Stefanie Kemmner
Frage einer Zuschauerin bei „Wahlarena“ mit Angela Merkel

In der TV-Sendung „Wahlarena“ stellte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in der ARD den Fragen von rund 150 Wahlberechtigten. Dabei stellten die Wähler im Publikum der Kanzlerin viele kritische Fragen zu Themen wie Rente, Flüchtlingspolitik, Klimaschutz oder Pflege.

Die Frage von Natalie Dedreux war dabei nicht nur für die Kanzlerin, sondern vermutlich auch für viele Zuschauer vor dem Fernseher, sehr rührend. Die junge Frau mit Down Syndrom fragte die Kanzlerin, wie sie zu Spät-Abtreibungen von Babys mit Down-Syndrom stehe, denn sie dürfen bis kurz vor der Geburt noch abgetrieben werden.

„Neun von zehn Babys mit Down-Syndrom werden in Deutschland nicht geboren, sie werden abgetrieben.“, erklärte die 18-Jährige. „Meine Kollegen und ich fragen Sie, Frau Merkel, wie stehen Sie zum Thema Spät-Abbruch? Wieso darf man Babys mit Down-Syndrom bis kurz vor der Geburt noch abtreiben? Ich finde es politisch nicht gut. Dieses Thema ist mir wichtig. Ich will nicht abgetrieben werden, sondern auf der Welt bleiben.“ 

Merkel findet genau die richtigen Worte

Merkel lobte die junge Frau und erzählte von ihren persönlichen Erlebnissen. „Ich bin in der DDR aufgewachsen, auf einem Gelände, wo geistig behinderte Kinder waren und da gab es überhaupt keine Förderung, da gab es gar nichts. Und das ist einer der großen Vorteile der deutschen Einheit, dass man heute an ihnen sieht, was man mit Förderung, mit guter Betreuung, mit Bildung machen kann“, erklärte sie. „Viele Eltern haben glaube ich Angst davor, mit einem behinderten Kind vielleicht sehr viele Schwierigkeiten zu haben und wissen noch gar nicht, was für Möglichkeiten es heute gibt.“

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