ARD-Krimi: Schwarzwald-"Tatort": Starke Quote trotz Schneepanne

Der „Tatort: Goldbach“ hatte sich mit Waffenhandel ein brisantes und hochaktuelles Thema gewählt. Leider blieb die Story ziemlich fade.

Berlin.  Der tief verschneite Schwarzwald. Ein Schuss. Ein totes Kind. Die beiden Kommissare beginnen zu ermitteln, stapfen mit roten Nasen durch knöchelhohen Schnee und über vereiste Straßen. Schnitt. Der Tag nach dem Mord. Die Ermittlungen gehen weiter – doch Schnee und Eis sind verschwunden. Nur ein paar weiße Tupfer in der Landschaft erinnern daran, dass es Winter ist.

Was ist da passiert?

Ein plötzlicher nächtlicher Wärmeeinbruch? Klimawandel im Eiltempo? Nun, die Macher des neuen Schwarzwald-"Tatorts" dürften mit ihrem Drehplan für die Folge "Goldbach" einfach Pech gehabt haben. Das Wetter verhält sich nun mal nicht nach Drehbuch.

Es war ein unglücklicher Auftakt für das neue "Tatort"-Ermittlerduo Franziska Tobler und Friedemann Berg, gespielt von Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner – auch wenn die Quote mit 9,13 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 27,2 Prozent sehr ansehnlich war. Und die Schnee-Panne blieb nicht das einzige Ärgernis.

"Tatort: Goldbach" im Faktencheck

• Die Story: Ein kleines Mädchen wird erschossen, ihr Spielkamerad ist verschwunden. Am Ende stellt sich heraus, dass der Junge das Mädchen versehentlich im Spiel erschoss. Die Waffe hatten die Kinder in einem Waffenlager im Wald entdeckt. Es geht also um Waffenbesitz, Waffenhandel und um die Frage, wie leicht man heutzutage in Deutschland an eine Pistole oder einen Revolver gelangen kann, wenn man das will. An einer Stelle staunt Kommissar Berg: "Die bestellen sich Kompakt-MPs im Internet wie Druckerpatronen."

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