ARD-Fernsehteam während Demonstration in Berlin angegriffen

Streifenwagen

In Berlin ist ein Fernsehteam des ARD-Hauptstadtstudios angegriffen worden. Während einer Demonstration am Mittwoch nahe des Reichstages habe sich ein Teilnehmer spontan aus der Menge gelöst und den Ton-Assistenten getreten, teilte das ARD-Hauptstadtstudio mit. Die Berliner Polizei habe unmittelbar reagiert und den Angreifer festgenommen. Nach Angaben der Polizei nahmen an der Demonstration bis zu 400 Menschen teil, 260 Polizisten waren im Einsatz.

Bei der Demonstration versammelten sich nach Angaben der Polizei bis zu 400 Menschen nahe des Reichstages. Da sie damit gegen die Corona-Beschränkungen verstießen und Aufforderungen zum Einhalten der Abstandsregeln nicht nachkamen, sei die Versammlung aufgelöst worden.

Von 24 Teilnehmern seien "die Identitäten festgestellt und Ordnungswidrigkeiten- sowie Strafverfahren wegen Verstößen gegen die Eindämmungsmaßnahmenverordnung in Verbindung mit dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet" worden, teilte die Polizei mit. Darüber hinaus seien Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffs, Beleidigung, Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz ausgestellt worden.

Bei dem mutmaßlichen Angreifer auf das ARD-Team handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 46-jährigen Mann. Gegen ihn werde wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt.

Dem Kameramann und dem Ton-Assistenten geht es nach Angaben ihres Senders gut. Die Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, Tina Hassel, verurteilte den Angriff auf das ARD-Team und alle Journalisten, die ihre Arbeit machen.

Erst vor kurzem war ebenfalls in Berlin ein Kamerateam der ZDF-Satiresendung "heute-show" angegriffen worden. Nach Dreharbeiten zum Demonstrationsgeschehen am 1. Mai wurde das ZDF-Team von etwa 20 Vermummten attackiert - sechs Mitarbeiter wurden verletzt.