Arconic versüßt Ex-CEO den Abschied mit 50 Millionen Dollar


Der US-Metallkonzern Arconic zahlt an seinen Ex-Chef Klaus Kleinfeld zum Abschied über 50 Millionen Dollar. Eine entsprechende Trennungsvereinbarung hätten Arconic und Kleinfeld am 31. Juli geschlossen, das meldet heute das „Manager Magazin“ vorab unter Berufung auf Arconic-Berichte an die US-Börsenaufsicht SEC.

Im Einzelnen erhält Kleinfeld dem Bericht zufolge eine Abfindung über fünf Millionen Dollar in bar sowie einen 37-Prozent-Anteil am Jahresbonus für 2017 (mindestens aber eine Million Dollar). Darüber hinaus werde ihm Arconic seine Pensionsansprüche über 19 Millionen Dollar und seine über die vergangenen Jahre aufgelaufenen Aktienvergütungen von mehr als 30 Millionen Dollar voll auszahlen.

Kleinfeld war im April nach monatelangem Machtkampf mit dem aktivistischen US-Hedge-Fonds Elliott zurückgetreten. Auslöser war ein Brief Kleinfelds an Elliott-Chef Paul Singer mit seltsamen Anspielungen über dessen Besuch in Deutschland während der Fußball-WM 2006. Daraufhin verlor Kleinfeld den Rückhalt im Arconic-Verwaltungsrat. Dieser brandmarkte den Brief als „schlechtes Urteilsvermögen“.


In der Vereinbarung zwischen Arconic und Kleinfeld wird festgehalten, die Trennung sei „nicht aus wichtigem Grund“ erfolgt. Es können also keine Vorwürfe gegen Kleinfeld geltend gemacht werden, und er erhält seine Ansprüche in voller Höhe ausbezahlt.

Kleinfeld (60) war Vorstandchef bei Siemens zwischen 2005 und 2007, bis ihm der Aufsichtsrat während der Aufdeckung einer Korruptionsaffäre im Unternehmen eine vorzeitige Vertragsverlängerung verweigerte, woraufhin Kleinfeld zurücktrat. Von Mai 2008 bis November 2016 war er CEO des US-Aluminiumkonzerns Alcoa. Nach dessen Aufspaltung führte er, bis zu seiner Entlassung im April 2017, den Metallkonzern Arconic.