Architektur: Kraftvolle Grenzgänger: Berliner kuratieren Biennale

Ganz schön schräg: Die Gründungspartner von Graft, Lars Krückeberg, Thomas Willemeit und Wolfram Putz (v. li.), vor der jüngst fertig gestellten Villa M. in Grundwald

Energie generierende Solarkioske in Afrika, Stelzenhäuser für Hurrikanopfer in den USA, kostengünstiger modularer Wohnraum für Flüchtlinge oder exklusive Luxuswohnungen und Villen an der Spree – das umfangreiche Œuvre von Graft Architekten passt in keine Schublade. Jetzt setzen die Planer noch einen drauf und ergänzen die Liste ihrer bislang etwa 250 realisierten von 700 geplanten Projekte mit einem weiteren spektakulären Bau. Denn das kreative Trio aus Berlin kuratiert mit der Grünen-Politikerin Marianne Birthler den Deutschen Pavillon der Architekturbiennale 2018 in Venedig. Die weltweit größte Architekturschau wird im Mai eröffnet. Anlass für ein Treffen mit den drei ziemlich besten Freunden in einem ihrer neuesten Bauten in Grunewald.

Skulpturaler Neubau in Grunewald

Wie eine Skulptur steht der Neubau auf der leichten Anhöhe an der Grunewalder Gneiststraße. Villa M. heißt das Zuhause eines Berliner Zahnarztes. Mit seinem selbstbewussten Auftritt hat der Viergeschosser inmitten traditioneller Bauten viel von einem architektonischen Platzhirsch: Schaut her, hier steh ich!

Das deutsche Designmagazin "H.O.M.E." bezeichnete den jüngsten Coup von Graft Architekten in Berlin mit seiner verkanteten Form und den in die Fassade schräg eingeschnittenen Fenstern oder Balkonen als "exklusive Zukunftsvilla". Auch innen lassen die Räume bewährte rechte Winkel links liegen und feiern die Asymmetrie. Sogar die Treppe, die sich aus dem Kamin heraus ins erste Geschoss entwickelt, wird zum schr...

Lesen Sie hier weiter!