Archäologen entdecken Sphinx aus „Die zehn Gebote“

Dieser Sphinx-Kopf misst etwa 2,40 Meter und wiegt rund 140 Kilogramm. (Bild: AP Photo)

Im US-Bundesstaat Kalifornien hat eine Gruppe von Archäologen den Kopf einer Sphinx-Figur entdeckt. Bei dem Fund handelt es sich allerdings nicht um eine jahrhundertealte Ausgrabung, sondern um die Requisite eines Films.

Die Figur ist ein Überbleibsel des Sets von „Die zehn Gebote“ – ein Stummfilm aus dem Jahr 1923 von Cecil B. DeMille. Der Regisseur erzählt die Bibelgeschichte vom Auszug der Juden aus dem alten Ägypten. Für die Verfilmung ließ DeMille das zu dieser Zeit größte Set der Filmgeschichte erbauen: Eine 250 Meter breite Kulisse aus Gebäuden, die bis zu zwölf Stockwerke hoch waren, sowie 21 riesige Sphinx-Köpfen – so heißt es auf der Website der Ausgrabungsstätte.

Einen davon fanden Wissenschaftler Anfang November, fast einhundert Jahre nach Abschluss der Dreharbeiten, an den Dünen von Guadalupe Nipomo im Süden von San Francisco. Außer der 2,40 Meter großen und 140 Kilogramm schweren Figur entdeckten die Archäologen in dem Gebiet, das etwa 280 Kilometer nordwestlich von Los Angeles liegt, außerdem weitere Überreste des Filmsets, darunter Likörflaschen und Make-up.

DeMille hatte damals angeordnet, das gesamte Set nach Fertigstellung des Films zu zerstören und Teile davon zu vergraben. Viele Fans und auch Archäologen begaben sich deshalb, 60 Jahre nach Erscheinung des Films, auf die Suche nach den Überresten. Über die Bergung wurde damals sogar eine Dokumentation mit dem Titel „The Lost City of Cecil B. DeMille“ gedreht. Was jetzt mit dem Riesen-Sphinx-Kopf passiert, ist bislang noch nicht bekannt gegeben worden.