Archäologische Zeugnisse aus der Zeit von König David auf Golanhöhen gefunden

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Archäologen legen Reste von 3000 Jahre alter Festung frei
Archäologen legen Reste von 3000 Jahre alter Festung frei

Israelische Archäologen haben am Mittwoch eine Befestigungsanlage enthüllt, die nach ihren Erkenntnissen aus der alttestamentarischen Zeit von König David stammt. Die archäologischen Zeugnisse wurden bei den Vorarbeiten zur Errichtung einer jüdischen Siedlung in Hispin entdeckt. Auf einer Anhöhe wurden anderthalb Meter dicke Wände aus Basalt errichtet. Nach Einschätzung des Grabungsleiters Barak Zin maß die 3000 Jahre alte Anlage ursprünglich mehr als tausend Quadratmeter.

Bei den Ausgrabungen wurde ein großer Stein gefunden, in den zwei Figuren mit Waffen in der Hand geschlagen wurden. Außerdem erkannten die Archäologen eine Frauenfigur mit einem Musikinstrument, womöglich einer Trommel. 

"Das stellt auch eine Verbindung zur Eisenzeit her", sagte Zin unter Verweis auf ähnliche Funde in Betsaida, einem Fundort, der mit dem Königreich der Gesurer, westlich von Hispin, verbunden gewesen sei. Zwischen dem Königreich der Gesurer und dem Königreich Davids habe es offenbar "Familienbande" gegeben.

Die archäologischen Forschungen auf dem Golan seien noch nicht auf einem "hohen Niveau" angelangt, sagte Zin. Der Golan werde "erst jetzt wiederentdeckt". Er gehe davon aus, dass das Königreich der Gesurer sich nach Syrien ausgeweitet habe. Der Fundort in Hispin habe "den Raum dazwischen gefüllt", die Vorstellungen darüber würden "erst allmählich etwas klarer".

ao/ck