Arbeitsrecht: Wie kann ein Arbeitgeber privates Surfen verbieten?

Ein Chef beschwert sich über Mitarbeiter, die vom Internet abgelenkt sind. Welche Möglichkeiten er hat, dies zu unterbinden, erklärt ein Anwalt.

Dr. Heiko Peter Krenz, Fachanwalt für Arbeitsrecht, beantwortet Leserfragen.

Als Firmeninhaber stelle ich immer wieder fest, dass meine Mitarbeiter ihre Rechner nutzen, um privat ins Internet zu gehen. Welche Möglichkeiten habe ich, ein Verbot durchzusetzen?

Das sagt der Anwalt: Wer privat im Internet surft, kann nicht gleichzeitig arbeiten. Für Sie als Arbeitgeber ist das Verschwenden von Arbeitszeit mehr als ärgerlich, und darum müssen Sie das Verhalten Ihrer Mitarbeiter auch nicht tolerieren. Sie haben die Möglichkeit und das Recht, die Nutzung des Internets zu privaten Zwecken in Ihrer Firma zu verbieten.

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Dr. Heiko Peter Krenz ist Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin . privat

Einen Anspruch auf Internetnutzung am Arbeitsplatz gibt es nämlich nicht. Wer jedes Surfen von vornherein vermeiden möchte, sollte die private Nutzung daher am besten bereits im Arbeitsvertrag oder durch eine vertragliche Zusatzabrede untersagen. Das ist in Ihrem Unternehmen offenbar nicht passiert. Aber eine Arbeitsanweisung per Aushang oder im betriebsinternen Informationssystem genügt ebenfalls.

Während der Pausen können Sie die private Nutzung natürlich nur verbieten, wenn Ihre Arbeitnehmer die Firmenrechner dafür nutzen. Tun sie das mit ihren Smartphones, geht es Sie als Arbeitgeber nichts an. Alternativ können Sie auch den Umfang der Nutzung beschränken.

Kündigung nur in Ausnahmefällen

Gegen unverbesserliche Mitarbeiter, die trotzdem gegen das Verbot verstoßen oder die Firmeninternetverbindung unangemessen lange nutzen, können Sie vorgehen. Eine Kündigung wäre aber nur i...

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