Arbeitsmarkt: Immer weniger Berliner Firmen bilden aus

Brandenburg belegt bei der Förderung des Nachwuchses bundesweit Rang acht, Berlin ist nur auf dem vorletzten Platz.

Brandenburg liegt bei der Ausbildung junger Nachwuchskräfte im Bundesvergleich im hinteren Mittelfeld, aber vor Berlin. Mit einem durchschnittlichen Anteil von 12,3 Prozent lag das Land auf Platz acht der Bundesrangliste, wie eine Studie der staatlichen Förderbank KfW zeigt. In Berlin liegt die Quote bei lediglich 10,1 Prozent. "Wegen des jahrelangen Wegzugs von jungen Leuten ist es für ostdeutsche Unternehmer viel schwieriger, Auszubildende zu finden", sagt Arne Leifers, einer der Autoren der Studie. "Außerdem ist die ostdeutsche Wirtschaft sehr stark kleinteilig geprägt." Das führe automatisch dazu, dass die Ausbildungszahlen hier geringer ausfielen als anderswo. Je kleiner ein Betrieb, desto geringer ist den Angaben zufolge die Wahrscheinlichkeit, dass er Lehrlinge ausbilde.

Insgesamt sinkt die Zahl der Azubis in der deutschen Wirtschaft weiter und erreichte mit 1,32 Millionen im Jahr 2016 ein neues Rekordtief. Das Statistische Bundesamt vermeldete 511.000 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge im vergangenen Jahr. Das bedeutet einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 6000 und stellt ebenfalls einen historischen Tiefstwert dar.

Wie die KfW-Auswertung zeigt, stellt sich der Mittelstand diesem Abwärtstrend allerdings noch erfolgreich entgegen: Seit 2012 hat sich die Zahl der Azubis in mittelständischen Unternehmen bei 1,2 Millionen stabilisiert – und auch im Jahr 2016 wird dieses Niveau weiter gehalten. In den 3,76 Millionen mittelständischen Unternehmen bundesweit arb...

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