Arbeitsmarkt: Bombardier streicht 500 Jobs in Hennigsdorf

Michael Fohrer, Vorsitzender der Geschäftsführung

Hennigsdorf.  Der kanadische Fahrzeughersteller Bombardier baut deutschlandweit bis zu 2200 Stellen ab. In Hennigsdorf sind davon 400 bis 500 Jobs betroffen. Das hat der Aufsichtsrat des Unternehmens am Donnerstag beschlossen. Der Personalabbau soll Ende 2019 abgeschlossen sein, bis dahin sagt Bombardier zu, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Die Stellenstreichung ist Teil einer umfassender Umstrukturierung des Konzerns mit insgesamt 8500 Mitarbeitern in Deutschland.

"Wir müssen uns neu aufstellen, damit wir wettbewerbsfähig bleiben", sagte Deutschlandchef Michael Fohrer. "Deutschland wird weiter eine tragende Säule für Bombardier sein." Das Unternehmen will an den verschiedenen Standorten die Kompetenzen bündeln, dabei sollen fünf Zentren entstehen, eines davon soll Hennigsdorf sein. Der traditionsreiche Standort wird die Serienproduktion von Schienenfahrzeugen an den Standort Bautzen verlieren und soll dagegen als "globales Kompetenzzentrum für die Entwicklung und den Bau von Prototypen und kleinen Fahrzeugserien" erhalten bleiben, sagte Fohrer. Im sächsischen Görlitz sollen 800 der bislang 1900 Arbeitsplätze abgebaut werden, Bautzen (ebenfalls Sachsen) wird kein Personal verlieren.

Damit sind die Monate der Ungewissheit für die Mitarbeiter vorbei. Der Personalabbau in Hennigsdorf wird vor allem die 800 Mitarbeiter der Produktion betreffen. Die Verhandlungen dauern schon Monate. Immer wieder war das Thema auf der Tagesordnung des Aufsichtsrats, entschieden wurde aber nichts. E...

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