Arbeitsmarkt: Ab 2018 soll es Traineestellen für Forstwirte geben

Verbandsfrau Ines von Keller spricht über die Zukunftschancen für Forstwirte – und welche Maßnahmen vor Rückenleiden schützen sollen.

Ines von Keller ist Geschäftsführerin des Bundes Deutscher Forstleute (BDF). Der Gewerkschafts- und Berufsverband hat seinen Sitz in Berlin. Adrienne Kömmler sprach mit der Diplom-Forstwirtin über die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Branche sowie die Berufsaussichten von Forstleuten.

Berliner Morgenpost: Frau von Keller, Sie haben Forstwissenschaft an der Universität Göttingen studiert, jetzt leiten Sie den Berufsverband. Wie verlief Ihr Berufsweg?

Ines von Keller: Ich hatte viele Familienmitglieder, dazu gehörte auch mein Großvater, die Forstleute waren und diese Fachrichtung studiert haben. Meinen Opa habe ich schon als Kind begleitet, als er zum Beispiel den Wald vermessen hat. Grundsätzlich wollte ich nach dem Abi etwas mit Menschen und Natur machen. Nach einem Praktikum war ich mir sicher, dass Försterin der richtige Beruf für mich ist.

Letztendlich habe ich dann nach dem Diplom ein Referendariat in Niedersachsen gemacht und kam nach meiner Elternzeit zum BDF – erst als Geschäftsführerin in Brandenburg, dann als Bundesgeschäftsführerin. Ich habe dadurch mehr mit Verbandsarbeit und Arbeitsrecht als mit klassischer Forstwirtschaft zu tun.

Wie steht es um den Nachwuchs in der Forstwirtschaft?

Jedes Jahr bewerben sich in Berlin zwischen 70 und 80 junge Menschen für den Ausbildungsberuf. 2016 haben zwölf die Ausbildung begonnen, darunter vier Frauen. Im August dieses Jahres konnten zwei Frauen und ein Mann die Ausbildung starten. Es wurden weniger, weil Berlin – ander...

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