Arbeitslosigkeit in Frankreich sinkt auf Drei-Jahres-Tief

Die Arbeitslosigkeit in Frankreich ist im November auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gesunken. Nach Angaben der Agentur Pôle emploi vom Mittwochabend waren 3,45 Millionen Menschen arbeitssuchend gemeldet. Das waren 2,4 Prozent weniger als drei Monate zuvor, aber nur 0,1 Prozent weniger als im November 2016. Besonders deutlich war der Rückgang mit minus zwei Prozent bei jungen Leuten.

Einen Anstieg gibt es allerdings bei den Langzeit-Arbeitslosen: Ihre Zahl stieg im November um 4,3 Prozent im Vorjahresvergleich. Insgesamt waren im November 2,52 Millionen Menschen bereits länger als ein Jahr arbeitslos. Die französischen Überseegebiete sind in den Angaben nicht berücksichtigt.

Präsident Emmanuel Macron verteidigte in einem Fernsehinterview seinen Plan für eine striktere Kontrolle der Arbeitslosen. "Das ist normal, das hat nichts Schockierendes", sagte er dem Sender LCI an seinem Urlaubsort Bagnères-de-Bigorre in den Pyrenäen. Alle Nachbarländer Frankreichs gingen so vor, und er rechne mit einer breiten gesellschaftlichen Zustimmung.

Nach Informationen der Zeitung "Le Canard enchaîné" sollen Arbeitslosen die Zuwendungen künftig deutlich schneller gekürzt werden, wenn sie sich nicht ausreichend an der Jobsuche beteiligen oder aber zwei Jobangebote oder eine Fortbildung ablehnen.