Arbeitslosenquote in Griechenland sinkt auf Niveau vor Schuldenkrise

ATHEN (dpa-AFX) - Die Arbeitslosigkeit in Griechenland geht weiter zurück: Im Mai lag die Quote erstmals wieder auf dem Niveau vor Ausbruch der schweren Staatsschuldenkrise, die das Land im Jahr 2010 und den folgenden Jahren erschütterte. Im Mai 2022 waren demnach 12,5 Prozent der Erwerbsfähigen arbeitslos - derselbe Wert wie im Mai 2010, wie das griechische Statistikamt (Elstat) am Donnerstag mitteilte. Damit ist die Arbeitslosigkeit im Land aber immer noch groß. Die höchste Arbeitslosenquote war während der Krise im Mai 2013 mit rund 28 Prozent ermittelt worden.

Ein wesentlicher Grund für den Rückgang der Arbeitslosigkeit ist nach Schätzung von Analysten der Tourismus, der nach der Abschaffung der Corona-Einschränkungen in diesem Sommer boomt. Entsprechend dürfte sich die Arbeitslosenquote in den laufenden Sommermonaten noch verbessern.

Griechenland steht seit 2018 nicht mehr unter dem Rettungsschirm internationaler Geldgeber und kann sich an den Finanzmärkten wieder selbst finanzieren. Auch die EU ist mit dem Fortschritt des Landes zufrieden - jüngst sprachen sich die Finanz- und Wirtschaftsminister der Euroländer dafür aus, Athen nicht mehr verstärkt von der EU-Kommission überwachen zu lassen, weil ein Großteil der verlangten Reformen und Sparmaßnahmen umgesetzt worden sei.

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