Arbeitslose müssen Urlaub beantragen

Arbeitslose dürfen sich bis zu drei Wochen im Kalenderjahr an einem anderen Ort aufhalten. Ein solcher Aufenthalt wird jedoch nur unter bestimmten Bedingungen genehmigt. Foto: Jens Kalaene

Arbeitslose müssen dem Jobcenter grundsätzlich für Vermittlungen oder berufliche Weiterbildungen zur Verfügung stehen. Ein Urlaub muss daher beantragt werden. Der Antrag kann erst kurz vor Urlaubsantritt gestellt werden.

Suhl (dpa/tmn) - Auch Personen, die arbeitslos gemeldet sind, dürfen Urlaub machen. Allerdings müssen sie das bei der Agentur für Arbeit beantragen und genehmigen lassen. Dies ist frühestens eine Woche vor Abreise möglich - ein Anruf bei der Arbeitsagentur reicht dafür aus.

Grundsätzlich müssen Arbeitslose für das Jobcenter erreichbar und verfügbar sein, damit sie eine Arbeit aufnehmen können, teilt die Agentur für Arbeit Suhl mit.

Bis zu drei Wochen im Kalenderjahr dürfen sich Arbeitslose aber an einem anderen Ort aufhalten, wenn in diesem Zeitraum voraussichtlich keine Vermittlung einer Arbeit oder eine Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung zu erwarten ist. Durch die Reise dürfen weder Termine zum Probearbeiten oder Vorstellungsgespräche platzen.

Wer ohne Zustimmung verreist, riskiert, dass er seinen Anspruch auf Leistungen für die Dauer der Reise verliert - zu viel erhaltene Beträge muss man dann inklusive der Kranken- und Pflegeversicherung zurückzahlen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, erfolgt die Zustimmung umgehend - dann ist auch die Weiterzahlung der Leistungen für bis zu drei Wochen gesichert.