Arbeitskosten um rund zwei Prozent gestiegen

Die Ausgaben der deutschen Unternehmen für Gehälter und Lohnnebenkosten sind im vergangenen Jahr um 2,1 Prozent gestiegen. Die Kosten für Bruttoverdienste erhöhten sich dabei um 2,2 Prozent, die Lohnnebenkosten um 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Im Jahr 2016 waren die Arbeitskosten aber noch um 2,8 Prozent gestiegen, im Jahr 2015 sogar um 3,1 Prozent.

In den letzten drei Monaten des Jahres 2017 stiegen die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde nur um 1,5 Prozent an. Grund war den Angaben zufolge der im Vergleich zum Vorjahresquartal geringe Krankenstand - das habe die Zahl der geleisteten Stunden erhöht.

Für einen europäischen Vergleich lagen dem Statistischen Bundesamt nur Daten für das dritte Quartal aus allen Mitgliedstaaten vor. Im EU- Durchschnitt stiegen die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorquartal demnach in diesem Zeitraum um 2,1 Prozent - Deutschland lag mit 2,2 Prozent im dritten Quartal leicht darüber. 2016 hatte der Anstieg der Arbeitskosten bereits das sechste Jahr in Folge über dem EU-Durchschnitt gelegen.

Den stärksten Arbeitskostenanstieg 2017 - jeweils über zehn Prozent - verzeichnete die Statistik demnach in Rumänien, Ungarn und Bulgarien. In Finnland und Portugal dagegen sanken die Arbeitskosten sogar.