Arbeitskampf: Charité-Pflegekräfte streiken für mehr Personal

Das Charité Bettenhaus

Der Streik von Pflegekräften an der Charité hat am Dienstag zu Beeinträchtigungen an Europas größtem Universitätsklinikum geführt. Am Standort Mitte musste nach Angaben der Unternehmensleitung eine zweistellige Zahl von geplanten Operationen abgesagt werden. Notfälle wurden aber versorgt. Weitere nennenswerte Beeinträchtigungen wurden nicht bekannt. Zu dem angekündigten eintägigen Ausstand hatte die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Anlass sind die ins Stocken geratenen Verhandlungen um einen Tarifvertrag, die am Donnerstag fortgesetzt werden sollen.

In dem Konflikt geht es nicht um bessere Bezahlung, sondern um die Arbeitsbelastung von Pflegekräften. Im vergangenen Jahr hatten die Charité und Verdi dazu nach langem Ringen einen Tarifvertrag abgeschlossen, der personelle Mindestbesetzungen auf Intensiv- und Normalstationen und einen entsprechenden Personalzuwachs vorsah. Die Gewerkschaft ließ den Vertrag aber zum 1. Juli auslaufen und fordert hat eine Weiterentwicklung, weil die Unterbesetzung andauere. Die Leitung des Klinikums unterlaufe den Vertrag, so der Vorwurf. Verdi fordert von der Charité-Führung, die Leistungen zu reduzieren, wenn das erforderliche Personal nicht bereitgestellt werden können, also weniger Patienten aufzunehmen und weniger Operationen durchzuführen.

Der Tarifkonflikt wird überlagert von einem Brandbrief

Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité, wies das zurück. "Wir teilen uneingeschränkt die Auffassung, dass es mehr Pflegepersonal im Krankenhaus geben...

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