Arbeitgeber: Wieland soll 'Wirtschaftsweiser' bleiben

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Die Arbeitgeber wollen den "Wirtschaftsweisen" Volker Wieland weiter als Mitglied im Top-Beratergremium der Bundesregierung halten. BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter schlug Wieland in einem Brief an den Chef des Bundeskanzleramts, Peter Altmaier (CDU), für eine weitere Amtszeit im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vor.

Wielands erste Amtszeit in dem Beratergremium der Regierung endet im Februar. Der 51-Jährige ist Professor für Monetäre Ökonomie an der Goethe-Universität Frankfurt und seit März 2013 Mitglied des Sachverständigenrates.

Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften dürfen je einen Ökonomen für das fünfköpfige Gremium vorschlagen. Es gilt als Praxis, dass die Bundesregierung dem Ruf folgt. Die Mitglieder werden jeweils für fünf Jahre berufen.

"Seine Reputation als Geldpolitiker ist für den Sachverständigenrat ein Asset, welches seinesgleichen sucht und angesichts der Diskussion um die aktuelle EZB-Politik dringend von Nöten ist", heißt es in dem Brief der Arbeitgeber, welcher der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. "Unsere Unterstützung fußt auf einem breiten Fundament innerhalb der deutschen Wirtschaft." Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Kanzleramt und Finanzministerium hätten intern bereits ihre Zustimmung für eine weitere Amtszeit Wielands signalisiert, berichtete das "Handelsblatt". Allerdings gebe es in Teilen der Bundesregierung Bedenken dagegen. Im SPD-geführten Bundeswirtschaftsministerium, aber auch in anderen Ministerien forderten Beamte, der Rat müsse sich inhaltlich breiter aufstellen, sich mehr um Zukunftsthemen kümmern und weiblicher werden.