Arbeitgeber fordern finanziellen Ausgleich für zusätzlichen Feiertag im Norden

Der Reformationstag soll im Norden zum Feiertag werden

In der Debatte über die Einführung eines zusätzlichen Feiertags in den norddeutschen Bundesländern verlangen die Arbeitgeber einen finanziellen Ausgleich durch die Beschäftigten. In der "Bild"-Zeitung vom Dienstag brachte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, eine Erhöhung ihres Beitrags zur Pflegeversicherung ins Spiel.

Er verwies sich auf auf eine bundesgesetzliche Regelung, wonach bei nachträglicher Einführung eines zusätzlichen Feiertags der Beitrag der Arbeitnehmer zur Pflegeversicherung als Ausgleich um 0,5 Prozentpunkte steigen muss. Ein Sprecher des Bremer Senats wies diese Darstellung gegenüber der "Bild"-Zeitung aber zurück.

Demnach greift dies nur, falls ein weiterer Feiertag immer auf einen Werktag fallen sollte. Bei dem im Norden favorisierten Reformationstags am 31. Oktober sei das aber nicht der Fall. Es gebe daher "keine Ansatzpunkte für eine automatische Erhöhung der Arbeitnehmerbeiträge für die Pflegeversicherung", sagte er.

Kampeter beharrte indes auf einem Beteiligung der Beschäftigten an den Kosten. "Wenn die norddeutschen Länder daran festhalten, den Reformationstag als Feiertag einzuführen, muss es dafür einen Ausgleich für die Unternehmen geben", sagte dieser.

Die vier norddeutschen Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen streben gemeinsam die Einführung eines neuen Feiertags an, um ein Ungleichgewicht zu den übrigen Ländern zu beseitigen. Der Reformationstag gilt als sinnvollste Lösung. Die Landtage von Schleswig-Holstein und Hamburg machten ihn schon zum Feiertag, in Niedersachsen und Bremen steht das noch aus.