Arabische Liga verurteilt Tötung Salehs im Jemen

Gefechte in Sanaa Anfang Dezember

Die Arabische Liga hat die Tötung des jemenitischen Ex-Präsidenten Ali Abdullah Saleh durch die Huthi-Rebellen verurteilt. Die Tötung zeige die "kriminelle Natur" der schiitischen Rebellen, sagte Liga-Chef Ahmed Abul Gheit am Dienstag. Er warnte zugleich vor einer "Explosion der Sicherheitslage" im Jemen.

Saleh war am Montag getötet worden, als er aus Jemens Hauptstadt Sanaa fliehen wollte. Im Bürgerkrieg im Jemen spielte der langjährige Staatschef eine wichtige Rolle: Mit den Huthis ging er eine Allianz ein, die vom schiitischen Iran gestützt wurde. Sie kämpfte gegen Kräfte, die von der rivalisierenden sunnitischen Regionalmacht Saudi-Arabien gestützt wurden. Am Wochenende war es zu einem offenen Bruch zwischen den Huthi-Rebellen und Saleh gekommen.

Bereits in den Tagen zuvor hatten sich die ehemals Verbündeten Gefechte geliefert. Die Tötung Salehs löste überdies eine verstärkte Offensive der von Riad angeführten Militärkoalition auf Sanaa aus. Bei den Kämpfen in der Hauptstadt wurden nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) vom Dienstag in den vergangenen Tagen mindestens 234 Menschen getötet und 400 weitere verletzt.