Apple will umstrittene Zuweisung der Krim als Teil Russlands überprüfen

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Apple will seine umstrittene Entscheidung überprüfen, die von Moskau annektierte ukrainische Halbinsel Krim bei seinem Routenplaner und der Wetter-App für russische Nutzer als russisches Gebiet auszuweisen. "Wir werden die Frage, wie wir umstrittene Grenzen in unseren Diensten ausweisen, nochmals genauer untersuchen", erklärte der US-Technologiekonzern am Samstag. Je nach Ergebnis könne der bisherige "Ansatz angepasst" werden.

Russische Abgeordnete hatten am Mittwoch bekannt gegeben, dass Apple die Krim auf Druck Moskaus bei einigen seiner Dienste in Russland als Teil der russischen Föderation bezeichnet - in anderen Staaten hingegen werden die Schwarzmeer-Halbinsel und ihre Städte keinem Land zugewiesen.

Mehrere russische Medien titelten daraufhin, dass Apple die Krim als russisch anerkenne. Die ukrainische Regierung reagierte empört und warf dem US-Konzern vor, sich einen "Dreck um den Schmerz des ukrainischen Volks zu scheren".

Russland hatte die Krim im Jahr 2014 annektiert; der Westen wirft Moskau überdies vor, separatistische Rebellen im Osten der Ukraine zu unterstützen. Die EU und die USA verhängten weitreichende Sanktionen gegen Russland.