Apple-Sorgen und Zinsangst belasten Wall Street - DAX ebenfalls unter Druck

Thomas Bergmann
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Apple: Doch kein iPhone-Superzyklus?

Am deutschen Aktienmarkt dominieren zum Handelsstart am Dienstag rote Vorzeichen. Die Börse nimmt damit die Vorgaben von der Wall Street auf, die am Vortag aufgrund steigender Anleiherenditen unter Druck kam. Offensichtlich gehen viele Anleger im Vorfeld der anstehenden Berichtssaison auch auf Nummer Sicher und nehmen Gewinne mit. Zu guter Letzt schürt auch Apple die Unsicherheit.

Gerüchte um schwache Apple-Zahlen

An der Wall Street gehen mittlerweile einige davon aus, dass der iPhone-Hersteller am Donnerstag schwache Zahlen präsentieren wird. So berichtete die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei, dass Apple für das erste Quartal 2018 die Bestellungen des iPhone X bei Zulieferern auf 20 Millionen Stück gesenkt habe. Dies sei eine Halbierung der noch zur Einführung des Spitzenmodells im November getroffenen Zielvorgabe von 40 Millionen Stück.

In dieser Woche stehen rund 120 Quartalsberichte an, sodass für die Börsen viel auf dem Spiel steht. Die Erwartungen sind hoch und damit auch das Enttäuschungspotenzial. Allerdings waren die ersten Quartalsberichte verheißungsvoll und sollten ein Indiz für eine starke Earnings Season sein. Dass sich Wall Street nach so einer starken Rally eine Verschnaufpause gönnt, ist überfällig und auch völlig gesund für die weitere Entwicklung.

Fed-Entscheidung am Mittwoch

Bei ihrer letzten FOMC-Sitzung wird Fed-Chefin Janet Yellen auch keine unüberlegten Sachen von sich geben. Soll heißen, sie dürfte sich morgen eher zurückhaltend präsentieren und damit die Ängste vor steigenden Zinsen nicht weiter schüren.

Was den DAX betrifft, ist die technische Situation noch nicht dramatisch. Zwar könnte man die beiden Hochpunkte in den letzten Monaten als Doppel-Top deuten, doch solange die Unterstützung bei 13.200 Punkten hält, ist alles im grünen Bereich. Zudem dürfte der wieder schwächere Euro die Nerven der Anleger beruhigen.

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