Apple-Quartalsergebnisse fallen besser aus als erwartet

Apple-Logo

Beim US-Technologieriesen Apple sind die Quartalsergebnisse besser ausgefallen als angesichts der Corona-Krise erwartet. Apple sei "stolz", trotz der weltweiten negativen Folgen der Pandemie seinen Umsatz im zweiten Quartal auf 58,3 Milliarden Dollar (53,49 Milliarden Euro) gesteigert zu haben, teilte der Konzern am Donnerstag (Ortszeit) mit. Damit stieg er im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent. Analysten hatten nur mit einem Umsatz von 54,54 Milliarden gerechnet.

Der Quartalsgewinn je Aktie stieg sogar um vier Prozent auf 2,55 Dollar - Analysten hatten nur mit 2,26 Dollar gerechnet. Der gesamte Quartalsgewinn sank im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hingegen von 11,6 Milliarden auf 11,2 Milliarden Dollar.

Die positive Umsatzentwicklung sei insbesondere auf einen Allzeitrekord der Ergebnisse bei Apple-Dienstleistungen und einen Quartalsrekord bei Zusatzgeräten wie dem Airpod oder der Apple Watch zurückzuführen, erläuterte Unternehmenschef Tim Cook. Er sieht in den weltweiten Einschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie offenbar eine gewisse Chance für seinen Konzern. "In diesem schwierigen Umfeld hängen unsere Nutzer von Apple-Produkten ab, um in Kontakt, informiert, kreativ und produktiv zu bleiben", erklärte Cook.

Apple-Finanzchef Luca Maestri hob hervor, noch nie seien weltweit so viele Apple-Geräte in Benutzung gewesen wie heute. Außerdem habe der Konzern seinen Dienstleistungsbereich vergrößert, insbesondere mit dem Angebot des Streamingdienstes Apple Music in 52 weiteren Ländern. Die Einnahmen durch den Verkauf des Apple-Zugpferdes iPhone gingen im zweiten Quartal jedoch um sieben Prozent zurück.

Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen verloren Apple-Aktien im nachbörslichen Handel um mehr als zwei Prozent an Wert. Die Corona-Pandemie hat Apple auf verschiedene Weisen getroffen: Zum einen behinderte sie die Geräteproduktion in China, zum anderen dämpft die wirtschaftliche Unsicherheit die Kauffreude der Konsumenten.