Apple-Chef lässt sich Bezüge stutzen - auf 49 Millionen Dollar

(Bloomberg) -- Apple Inc. stutzt die Vergütung von Konzernchef Tim Cook im Jahr 2023 um mehr als 40%. Wie der iPhone-Hersteller mitgeteilt hat, reagiert er damit auf Anregungen seiner Aktionäre und auch eine Bitte von Cook selbst, seine Bezüge anzupassen. Mit dem Einschnitt bleiben dem CEO freilich noch 49 Millionen Dollar.

Die Zielvergütung für das neue Jahr umfasst mit 3 Millionen Dollar das gleiche Gehalt und mit 6 Millionen Dollar den gleichen Bonus wie im Jahr 2022, wie eine Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht am Donnerstag zeigte. Der Aktienzuteilung im Wert von 40 Millionen Dollar stehen 75 Millionen Dollar im Vorjahr gegenüber. Cooks tatsächliche Gesamtvergütung für 2023 richtet sich nach der Entwicklung des Apple-Aktienkurses.

Cooks früheres Vergütungspaket war unter anderem vom Stimmrechtsberater Institutional Shareholder Services kritisiert worden — das Gros der Aktionäre segnete es allerdings trotzdem ab. Ein Stein des Anstoßes für ISS war, dass die Hälfte der Vergütung nicht von Leistungskriterien wie dem Aktienkurs des Unternehmens abhänge. An der Börse ging es für Apple 2022 um 27% bergab.

Dass CEOs empfehlen, ihre eigene Vergütung zu kürzen, kommt selten vor. Die Gehaltspakete für Topmanager sind immer üppiger geworden. 2021 war laut Bloomberg-Daten ein Rekordjahr für die Vergütung von Führungskräften.

Im Rahmen der Änderungen bei Cooks Bezügen wird der Prozentsatz der Aktieneinheiten, die Cook leistungsabhängig zugesprochen werden, im Jahr 2023 sowie in den Folgejahren auf 75% steigen - von zuvor 50%. Der 62-jährige hat angekündigt, sein Vermögen wohltätigen Zwecken zukommen zu lassen.

Überschrift des Artikels im Original:Apple’s Tim Cook Takes Rare CEO Pay Cut After Pushback (2)

--Mit Hilfe von Amanda Albright.

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