Apple bringt Mehrkanal-Songs in Musikstreaming-Dienst

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Arbeiter bringen ein übergroßes Apple-Logo an einer Glasfassade in San Francisco an.
Arbeiter bringen ein übergroßes Apple-Logo an einer Glasfassade in San Francisco an.

Um sich einen Vorteil gegenüber Marktführer Spotify zu verschaffen, setzt Apple auf mehr Klangqualität seines Streaming-Dienstes. Das Angebot von Songs im Dolby-Atmos-Format soll stetig ausgebaut werden.

Cupertino (dpa) - Apple bessert seinen Musikdienst im Wettbewerb mit dem Streaming-Marktführer Spotify mit Mehrkanal-Songs und Titeln in besserer Tonqualität auf. Beim 3D-Audio sind zunächst «Tausende» Musikstücke im Format Dolby Atmos verfügbar, wie der iPhone-Konzern am Montag mitteilte.

Das Angebot soll regelmäßig ausgebaut werden, unter anderem dadurch, dass neue Musik gleich im Mehrkanalton aufgenommen wird. Bisherige Aufnahmen müssen dafür neu abgemischt werden. Apple schuf bereits vor Monaten mit 3D-Ton in seinen Airpods-Ohrhörern eine technische Voraussetzung für das Angebot.

Unterdessen will Apple in seinem neuen verlustfreien Audioformat mit besserer Qualität das gesamte Angebot von 75 Millionen Songs verfügbar machen. Beide Verbesserungen sollen für Abonnenten ohne Aufpreis verfügbar sein. Auch Spotify kündigte für dieses Jahr bereits eine «Hifi»-Version mit besserem Klang an. Vom Marktführer wird jedoch ein Aufpreis dafür erwartet. Musik in Dolby Atmos gab es bisher im teuersten Abo des kleineren Streaming-Dienstes Tidal, das doppelt so viel wie Apple Music kostet.

Spotify ist die klare Nummer 1 im Musikstreaming-Geschäft vor Apple. Der in Schweden beheimatete Anbieter hatte zum Ende des vergangenen Quartals 356 Millionen Nutzer, von denen 156 Millionen zahlende Abo-Kunden sind. Der iPhone-Konzern hatte bei Apple Music im Sommer 2019 mehr als 60 Millionen Abo-Kunden - und nannte seitdem keine neuen Zahlen. Jetzt ist von «Dutzenden Millionen» Abonnenten die Rede. Apple verzichtet anders als Spotify auf eine Gratis-Version.

Die EU-Kommission wirft Apple nach einer Beschwerde von Spotify unfairen Wettbewerb mit anderen Musikstreaming-Diensten vor. Die Brüsseler Behörde sieht unter anderem ein Problem in der Regel, dass die Verkäufe von Abos in den Apps auf dem iPhone über Apples Bezahlplattform abgewickelt werden müssen. Dabei behält der Konzern 30 oder 15 Prozent der Einnahmen ein. Spotify findet es unfair, dass für Apple bei seinem Konkurrenz-Musikdienst wegen dieser App-Store-Abgabe beim gleichen Abo-Preis mehr Geld übrig bleibe.

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