'Wiwo': Stuttgart 21 könnte noch teurer werden

dpa-AFX

STUTTGART (dpa-AFX) - Die Kostenexplosion bei Stuttgart 21 könnte nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" noch größer ausfallen als bisher bekannt. Die Kosten könnten wegen unkalkulierbarer Risiken um weitere 300 Millionen auf 7,9 Milliarden Euro steigen, berichtete das Blatt (Freitag) mit Blick auf eine Beschlussvorlage des Konzerns für den Aufsichtsrat. Die Deutsche Bahn rechnet demnach nicht nur mit einem neuen Finanzierungsrahmen in Höhe von 7,6 Milliarden statt bisher 6,5 Milliarden Euro, sondern plant darüber hinaus noch einen Risikopuffer in besagter Höhe ein.

Dass die Gesamtkosten auf 7,9 Milliarden Euro steigen, ist dem Blatt zufolge durchaus wahrscheinlich. Denn der Risikopuffer beinhalte Risiken, die mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent eintreten. Als Kostentreiber zähle der Bahn-Vorstand unter anderem noch nicht vergebene Aufträge, die verzögerte Inbetriebnahme und geologische Risiken auf. Der unterirdische Bahnhof soll laut Beschlussvorlage im Dezember 2024 eröffnen. Zuletzt war die Inbetriebnahme Ende 2021 vorgesehen.