"Apollo 7": Weltraum-Pionier Walter Cunningham ist tot

Der letzte "Apollo 7"-Astronaut Walter Cunningham (1932-2023) ist am Dienstag im Alter von 90 Jahren in Houston, Texas, gestorben. Das bestätigte die Nasa.

Weltraum-Pionier Walter Cunningham im Sommer 1968. (Bild: imago images/ZUMA Wire)
Weltraum-Pionier Walter Cunningham im Sommer 1968. (Bild: imago images/ZUMA Wire)

"Die Nasa wird sich immer an seinen Beitrag zum Weltraumprogramm unseres Landes erinnern und spricht der Familie Cunningham ihr Beileid aus", sagte der Administrator der Raumfahrtbehörde, Bill Nelson, in der Erklärung, in der die Nachricht bekannt gegeben wurde.

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Auch Cunninghams Familie würdigte den verstorbenen Astronauten nach seinem Tod und drückte ihren "immensen Stolz auf das Leben, das er gelebt hat, und unsere tiefe Dankbarkeit für den Mann aus, der er war - ein Patriot, ein Entdecker, Pilot, Astronaut, Ehemann, Bruder und Vater". Weiter heißt es: "Die Welt hat einen weiteren wahren Helden verloren, und wir werden ihn sehr vermissen."

Erster bemannter "Apollo"-Weltraumflug

Als einer von drei Astronauten, die an der ersten erfolgreichen bemannten Weltraummission im Jahr 1968 teilnahmen, kam Cunningham 1963 zur Nasa. Cunningham nahm an der Seite von US Navy Captain Walter M. Schirra Jr. (1923-2007) und US Air Force Major Donn F. Eisele (1930-1987) an dem Programm teil. Die berühmte "Apollo 7"-Mission, die elf Tage dauerte, ebnete später den Weg zur ersten Landung von Menschen auf dem Mond.

Cunningham wurde am 16. März 1932 in Creston, Iowa, geboren und schloss seine Highschool-Ausbildung an der Venice High School in Kalifornien ab. Sein Studium an der University of California beendete er 1960 mit einem Bachelor of Arts mit Auszeichnung in Physik und 1961 mit einem Master of Arts mit Auszeichnung in Physik. 1974 promovierte er in Physik an der Harvard Graduate School of Business.

1951 trat Cunningham in die Marine ein und übernahm den aktiven Dienst im U.S. Marine Corps, bevor er sich bis zu seiner Pensionierung in den Rang eines Obersts hocharbeitete. Neben seiner Tätigkeit als Wissenschaftler arbeitete er auch als Nachtjagdpilot in Korea und hatte mehr als 4.500 Flugstunden gesammelt, bevor er zur Nasa kam.

Ein Emmy für die Berichterstattung aus dem All

Cunningham und die anderen Mitglieder der "Apollo 7"-Mission erhielten für ihre täglichen Berichte aus dem All einen Emmy-Sonderpreis. Er schied 1971 aus der Nasa aus und arbeitete anschließend in verschiedenen Funktionen unter anderem als Moderator einer Radio-Talkshow.

Walter Cunningham war zweimal verheiratet, aus seiner ersten Ehe hatte er zwei Kinder.