Aogo: "Es gab Morddrohungen gegen mich und meine Frau"

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Aogo: "Es gab Morddrohungen gegen mich und meine Frau"
Aogo: "Es gab Morddrohungen gegen mich und meine Frau"

Die Affäre um den verbalen Fehltritt von Ex-Nationalspieler Dennis Aogo schlägt weiterhin hohe Wellen.

Während der Übertragung des Champions-League-Halbfinals zwischen Manchester City und PSG von Sky hatte Aogo den Ausdruck „Trainieren bis zum Vergasen“ gebraucht und anschließend öffentlich dafür um Entschuldigung gebeten.

Dennoch geriet er danach ins Kreuzfeuer der Kritik, einige Reaktionen aber überstiegen Grenzen und werden nun die Justiz beschäftigen.

Aogo: "Es ist extrem"

"Es ist extrem. Es gab Morddrohungen und äußerst rassistische Beleidigungen gegen mich und meine Frau. Unterste Schublade", sagte der 34-Jährige im Spiegel. In einem Fall erstattete er auch Strafanzeige.

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In diesem Zusammenhang äußerte sich Aogo auch zu einem Post, den Grünen-Politiker Boris Palmer aufgegriffen hatte.

Es war ein Post auf der Facebook-Seite Aogos, in dem behauptet wurde, Aogo habe des N-Wort im Zusammenhang mit einer obszönen Anmache verwendet. Dieser Post hat sich im Nahhinein als Fake-Post herausgestellt.

"Für die Behauptung gab es keine Grundlage, es war sogar ein Fake-Profil. Das ist eine Gefahr", sagte Aogo zu der Aktion des Tübinger Oberbürgermeisters Palmer, dem daraufhin der Partei-Ausschluss droht.

Inhaltlich aber habe er nichts gegen die Aktion gehabt, so Aogo. Denn mit dem Post habe Palmer ja offensichtlich Ironie benutzt, um auf die so genannte Cancel Culture aufmerksam zu machen.

Aogo sieht Lehmann als Opfer der Cancel Culture

Opfer dieser Cancel Culture sei nach Aogos Worten auch Jens Lehmann geworden, der in einer versehentlich an Aogo verschickten Whatsapp-Nachricht den ehemaligen Bundesliga-Profi als "Quotenschwarzer" bezeichnet hatte.

"Dass Hertha ihn so schnell von allen Ämtern ausschließt, hätte ich nicht erwartet. Das empfinde ich auch in der Kürze der Zeit als Überreaktion", sagte Aogo, der Lehmann nie unterstellt habe, "dass er ein Rassist sei".

Aogo selbst lässt nach seinem verbalen Fehltritt seine Tätigkeit als Experte bei Sky derzeit ruhen.

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