Antriebszulieferer Vitesco kommt in Branchenflaute unter Druck

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REGENSBURG (dpa-AFX) - Der Autozulieferer Vitesco <DE000VTSC017> ist im dritten Quartal wie Konkurrenten auch wegen des Produktionsabfalls bei seinen Kunden unter Druck geraten. Der Umsatz sackte von 2,2 Milliarden Euro vor einem Jahr auf 1,9 Milliarden Euro ab, wie die Continental <DE0005439004>-Abspaltung am Donnerstag in Regensburg mitteilte. Bereinigt um Wechselkursschwankungen und Zu- wie Verkäufe von Unternehmensteilen war das ein Minus von 14,9 Prozent. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel um fast 80 Prozent auf 22,8 Millionen Euro. "Die Corona-Pandemie dauert an und die Knappheit an Bauteilen, insbesondere Halbleitern, trifft die gesamte Branche stark", sagte Vorstandschef Andreas Wolf. Angaben zum Nettoergebnis machte Vitesco zunächst nicht.

Conti hatte seine Antriebstechnik im September in das neue Unternehmen abgespalten. Dazu gehören neben klassischen Produkten rund um Verbrennungsmotoren auch die Technik für Elektroantriebe. Im dritten Quartal heimste Vitesco insgesamt neue Aufträge in Höhe von 2,6 Milliarden Euro ein, davon waren 770 Millionen für Elektroantriebe. Bis 2030 sollen Elektrokomponenten den Großteil am Umsatz ausmachen.

Vitesco rechnet im laufenden Jahr mit einem leichten Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr auf 8,2 bis 8,4 Milliarden Euro. Die bereinigte operative Marge (Ebit) soll zwischen 1,5 bis 1,7 Prozent erreichen. Den Barmittelzufluss (Free Cashflow) erwartet Chef Wolf zwischen 70 und 120 Millionen Euro.

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