Antragsunterlagen für Tesla-Fabrik müssen erneut ausgelegt werden

·Lesedauer: 1 Min.

POTSDAM/GRÜNHEIDE (dpa-AFX) - Beim Bau der Fabrik des US-Elektroautoherstellers Tesla <US88160R1014> in Grünheide bei Berlin drohen Verzögerungen und damit ein späterer Produktionsstart. Die Antragsunterlagen für das Vorhaben müssen erneut ausgelegt werden. Grund sei die Absicht von Tesla, den Genehmigungsantrag für die Fabrik abzuändern, teilte das Landesumweltministerium am Dienstag mit. "In den geänderten Antrag wird auch die Errichtung und der Betrieb einer Anlage zur Batteriezellherstellung einbezogen", hieß es in der Mitteilung. Zuerst hatte der "Tagesspiegel" (online) über die erneute Auslegung der Antragsunterlagen berichtet.

Die umweltrechtliche Genehmigung durch das Land Brandenburg steht noch aus. Tesla baut bisher auf eigenes Risiko - über mehrere vorzeitige Genehmigungen. Das Unternehmen hatte einen Produktionsstart der Anlage für Juli 2021 beantragt. Dieser Termin könnte sich durch die erneute öffentliche Erörterung aber verschieben. Landeswirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) Steinbach hatte für den Fall einer notwendigen neuen Auslegung der Antragsunterlagen der Fabrik eine Verzögerung von etwa drei Monaten für den Start für denkbar gehalten.

Auch wenn der genaue Umfang der Änderungen der Genehmigungsbehörde noch nicht bekannt sei, gehe man davon aus, dass eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit erforderlich werde, erklärte das Umweltministerium. "Dies beinhaltet eine erneute Bekanntmachung und Auslegung der Unterlagen sowie die Möglichkeit, Einwendungen zu erheben", hieß es in der Mitteilung. "Da über Art und Umfang der geplanten Änderungen noch keine näheren Informationen vorliegen, können Aussagen zum weiteren Verfahrensablauf und zur Dauer bis zu einer abschließenden Entscheidung erst zu einem späteren Zeitpunkt gemacht werden."