Antrag zugestimmt: Linie 16 soll häufiger fahren –„Speckgürtel“ wird besser angebunden

Die Linie 16 wird häufiger zwischen Rodenkirchen und Wesseling verkehren

„Alle sind begeistert. Jede Fraktion hat diesen Antrag in den vergangenen Jahren schon einmal gestellt“, sagte Bezirksbürgermeister Mike Homann, SPD. Die Linie 16 soll häufiger zwischen dem Kölner Süden und Wesseling verkehren.

Vor allem die Godorfer profitieren

Nach dem Rat der Nachbarkommune sprachen sich nun auch die Mitglieder des Kölner Verkehrsausschusses für einen entsprechenden Vorschlag der KVB aus. Die Rodenkirchener Bezirksvertreter begrüßten den Vorschlag der Verwaltung ebenfalls. Vor allem die Godorfer profitieren auf Kölner Seite. Viele Züge, die bislang in Sürth oder Rodenkirchen enden, fahren ab Dezember bis Wesseling durch.

Unter der Woche soll damit der Zehn-Minuten-Takt morgens bis 9 Uhr und nachmittags auf den Zeitraum von 15.20 bis 20 Uhr ausgeweitet werden. Am Wochenende und vor Feiertagen sollen die Bahnen auf dem Abschnitt im 30-Minuten-Takt, samstags tagsüber im 15-Minuten-Takt und an allen Abenden außer sonntags bis 23 Uhr im 15-Minuten-Takt fahren. Die Wesselinger hatten diesen Änderungen bereits am 30. Mai zugestimmt.

Die Kosten dafür müssen aufgeteilt werden

Im vorigen November hatte der Kölner Verkehrsausschuss die Verwaltung beauftragt, Verhandlungen mit der Stadt Wesseling aufzunehmen, um einen dichteren Takt zwischen den beiden Städten zu ermöglichen. Die Kosten dafür müssen aufgeteilt werden. Der Kölner Anteil beträgt laut Beschlussvorlage 91.000 Euro im Jahr. Die Wesselinger zahlen 99.000 Euro.

In der dortigen Diskussion spielt die Lage im „Speckgürtel um Köln“ eine wichtige Rolle. Deshalb werde die Kommune als „Wohnort für Studenten und Berufspendler“ attraktiver, eine bessere Anbindung durch Busse und Bahnen nötig. Aus Wesselinger Sicht war eine bessere Verbindung nach Köln zunächst leichter zu erreichen als Richtung Bonn, dem Endpunkt der Linie 16.

Kölner Süden muss besser angebunden werden

Die Rodenkirchener Politiker befassten sich in der Bezirksvertretung mit weiteren Aspekten des Öffentlichen Personennahverkehrs. Der Rat berät am 11. Juli den Nahverkehrsplan. Im Juli und im September 2016 hatten die Bezirksvertreter dazu insgesamt acht Vorschläge gemacht.

Die Verwaltung hat diese nun zwar bewertet und teilweise in den Nahverkehrsplan aufgenommen. Greifbare Verbesserungen für den Kölner Süden sieht der Entwurf bislang allerdings nicht vor. Überprüft werden soll demnach, wie Meschenich, Immendorf und Godorf besser mit Bussen erreichbar werden.

Ein Expressbusnetz als Lösung?

Meschenich und Rondorf könnten Teil eines Expressbusnetzes werden. Kurzfristig geprüft werden soll, ab wann die Linie 131 durch das Sürther Feld fahren kann. Zurückgestellt oder gar nicht berücksichtigt wurden hingegen die Vorschläge, Leih-Fahrräder in Rodenkirchen und in Sürth anzubieten, den Chlodwigplatz zum Rendezvous-Umsteigepunkt zu entwickeln, die Nachtbusse der Linie 132 alle 30 Minuten, die Busse der Linie 130 tagsüber alle zehn Minuten fahren zu lassen.

Das Nachtbusnetz am Wochenende wird ausgeweitet. Im Kölner Süden betrifft das lediglich die Linie 131 zwischen den Bahnhöfen Rodenkirchen und Sürth. Sie soll in zwei Richtungen verkehren. Sabine Müller, Grüne, schlug vor, die Linie 132 nachts über Rondorf und Immendorf nach Meschenich fahren zu lassen. Die Empfehlung an den Verkehrsausschuss wurde dort aber nicht umgesetzt....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta