Antrag der Linken: Feiertage am Wochenende sollen nachgeholt werden

Die Zahl arbeitsfreier Tage schwankt jedes Jahr abhängig davon, ob die gesetzlichen Feiertage auf einen Werktag fallen oder nicht. (Bild: Getty Images)

Die Partei Die Linke fordert eine Kompensation von bundeseinheitlichen gesetzlichen Feiertagen, wenn diese nicht auf einen Werktag fallen.

Betroffen davon sind insgesamt fünf datumsfeste Feiertage, die in ganz Deutschland anerkannt sind: Neujahr, der Tag der Arbeit am 1. Mai, der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober und die Weihnachtsfeiertage am 25. und 26. Dezember.

Fielen diese Feiertage in der Vergangenheit auf ein Wochenende, waren sie für Arbeitnehmer quasi „verlorene“ freie Tage: Sie durften nicht an einem Werktag nachgeholt werden – anders als in vielen anderen Ländern wie Spanien und Großbritannien. Die Linksfraktion fordert die Bundesregierung nun in einem Antrag auf, das zu ändern.

„Die gesetzlichen Feiertage dienen neben dem Gedenken und der kulturellen Besinnung heutzutage vor allem auch der Erholung“, heißt es in dem Schreiben. „Sie tragen damit als geschützte arbeitsfreie Ruhezeit zusätzlich zu den arbeitsfreien Tagen an Wochenenden in erheblichem Maß zur Stressreduzierung, zum Wohlbefinden und zur Reproduktion der Arbeitskraft bei.“ Außerdem würden die gesetzlichen Feiertage auch das kulturelle Leben sowie den sozialen Zusammenhalt stärken.

Der Ruhetag soll deshalb nach Forderung der Linken am nächsten Werktag nach einem Feiertag nachgeholt werden, sollte dieser auf ein Wochenende fallen. Um das möglich zu machen, wäre nun eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes notwendig.