Antisemitismus: "Du Jude" ist auf Berliner Schulhöfen gängiges Schimpfwort

Die CDU fordert, einen zentralen Beauftragten für antisemitische Vorfälle zu installieren. Rot-Rot-Grün hat den Vorstoß abgelehnt.

Antisemitismus und Salafismus unter Berliner Schülern mit türkisch oder arabischem Migrationshintergrund nimmt zu. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von Lehrern an 21 Berliner Schulen, in Auftrag gegeben vom American Jewish Committee (AJC).

Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin sagte der Berliner Morgenpost, dass die Entwicklung besorgniserregend sei. Man wolle zwar keinesfalls ganze Gruppen stigmatisieren. Salafismus als Strömung des radikalen Islam sei aber stark missionierend und habe zunehmenden auch Einfluss an Schulen. Antisemitische Einstellungen seien bei Salafisten stark verbreitet.

Das Problem sei nicht neu, habe sich aber verstärkt, sagte Thorsten Metter, Sprecher von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Die Bildungsverwaltung werde jetzt noch intensiver dagegen vorgehen. Bedeutsam sei etwa das Modellprojekt "Demokratie stärken – aktiv gegen Antisemitismus und Salafismus", das die Bildungsverwaltung vor zwei Jahren gemeinsam mit dem AJC aufgelegt habe. Im Rahmen dieses Projektes seien Lehrer von Berliner Schulen zu den Themen Antisemitismus und Salafismus fortgebildet worden.

Mit dem Start des Projektes begann das AJV auch mit der Befragung von 27 Lehrkräften an Schulen in acht Berliner Bezirken. Darunter waren Schulen in sozialen Brennpunkten in Mitte, Neukölln oder Reinickendorf aber auch solche in bürgerlichen Bezirken wie Steglitz-Zehlendorf oder Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Umfrage fand zwischen Herbst 2015 und Frühjahr 2016 statt. In diesem Zeitrau...

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