Antisemitismus in Europa: Warum wir uns Sorgen machen müssen

Leonhard Landes
Antisemitismus bleibt in Großbritannien, Frankreich und Deutschland ein gesellschaftliches Problem.

Der Hass verschwindet nicht. Weder von den Straßen, noch aus den Köpfen: Die Menschen in Europa diskutieren wieder einmal über Antisemitismus. Gezwungenermaßen.

Ob Deutschland, Frankreich oder Großbritannien – in den vergangenen Tagen sind in allen drei Ländern Debatten über den Hass auf Menschen jüdischen Glaubens entbrannt.

Die Anlässe dafür waren jeweils unterschiedlich. Doch zeigt gerade die auffällige Häufung: Das Problem des Antisemitismus ist nach wie vor groß in Europa.

Der Hass auf Juden, die Gründe und die Ansätze zu seiner Bekämpfung – auf den Punkt gebracht.

Die Lage in Deutschland, Frankreich und Großbritannien: 

► 1. In Deutschland hat ein Vorfall an der Berliner Paul-Simmel-Schule für Empörung gesorgt.

Am vergangenen Wochenende berichtete die “Berliner Zeitung”: Ein muslimischer Junge habe seine Mitschülerin aus der zweiten Klasse mit dem Tod bedroht, weil ein Elternteil des Mädchens jüdischen Glaubens sei. 

► 2. Die Menschen in Frankreich sind entsetzt über den Mord an der Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll

Die Leiche der 85-Jährigen wurde von Polizisten in ihrer Wohnung in Paris entdeckt. Mit Stichwunden im Körper und Verbrennungen. Die Polizei hat zwei Männer festgenommen und geht von Judenhass als Tatmotiv aus. 

► 3. In Großbritannien sieht sich Oppositionsführer Jeremy Corbyn Antisemitismus-Vorwürfen von jüdischen Organisationen ausgesetzt.

Am Montag kritisierten mehrere Organisationen in einem offenen Brief, Corbyn habe wiederholt die Seite von Antisemiten und nicht die der Juden eingenommen.

Im aktuellen Streit geht es um einen Facebook-Kommentar, mit dem Corbyn einen Straßenkünstler unterstützte, dessen Bilder antisemitische Motive enthält.

Corbyn entschuldigte sich für den...

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