Antifaschisten nicht gemeinnützig?: Meinung: Diese Entscheidung ist ein Skandal!

Die Entscheidung der Berliner Finanzverwaltung, der „Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschisten“ (VVN-BdA) die Gemeinnützigkeit zu entziehen, empört viele in diesem Land. Mich auch. Ein Freund meinte, als diese Nachricht bekannt wurde, halb ironisch, halb ernst, man sollte auswandern.

Wenn es nur ein unüberlegter bürokratischer Vorgang wäre, könnte man darüber hinwegsehen. Die Entscheidung der SPD-geführten Finanzbehörde zielt aber politisch bewusst gegen die Handlungsfähigkeit und Existenz einer unverzichtbaren antifaschistischen Organisation.

VVN vertritt Interessen der Verfolgten des Nazi-Regimes

1947, also vor mehr als 70 Jahren, von Überlebenden der deutschen Konzentrationslager gegründet, hat die VVN seitdem die Interessen von Verfolgten des Nazi-Regimes vertreten und sich dabei vor allem für die politische, moralische und finanzielle Anerkennung von Widerstandskämpfern eingesetzt.

Die Überlebenden der Nazi-Verfolgung und deren Angehörige wurden dabei zum Seismografen und Warner. Als Zeitzeugen haben sie in Schulklassen, Vereinen, bei Kundgebungen und mit historischen Beiträgen zur Aufklärung und gleichzeitig zur Ermutigung für antifaschistisches Engagements beigetragen. Eine von ihnen, Esther Bejarano, Überlebende des KZ Auschwitz, ist Ehrenpräsidentin der VVN. Eine hoch angesehene Frau, auf deren Wort gehört wird.

Was also treibt die Berliner Finanzbehörde dazu, dem Bundesverband der VVN gerade in dieser Zeit erstarkender faschistischer Propaganda und mörderischer Anschläge die Gemeinnützigkeit und damit eine wichtige materielle Voraussetzung für das weitestgehend ehrenamtliche...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo